DOK Neuland

Eintauchen in virtuelle Welten

Beim diesjährigen DOK Film laufen nicht nur Dokumentationen. Zum ersten Mal sind auch interaktive und multimediale Formate zu sehen. Wir haben die neuen virtuellen Erzählformate ausprobiert.
mephisto-Reporter Simon Köppl unterwegs in virtuellen Welten beim DOK Neuland.
mephisto-Reporter Simon Köppl unterwegs in virtuellen Welten beim DOK Neuland.
mephisto-Reporter Simon Köppl unterwegs im DOK Neuland.

Die zwei weißen Zelte auf dem Leipziger Marktplatz scheinen etwas fremd in Mitten des Wochenmarktes. Trauen sich Besucher in das Innere sind sie in einer futuristischen Umgebung voller Computer und Kabel. Freundliche Menschen in roten Kapuzenpullover erklären ausführlich was es mit den Exponaten auf sich hat. Britta Senn hat DOK Neuland kuratiert.

Reporter Tammo Walter sprach mit Britta Senn
2610 Britta Senn
Eine Besucherin probiert das Spiel "Deep" aus, dass durch die Atmung gesteuert wird.
Eine Besucherin probiert das Spiel Deep aus, das nur durch die eigene Atmung gesteuert wird.
Eine Besucherin probiert das Spiel "Deep" aus, dass durch die Atmung gesteuert wird.

Im kleineren Zelt ist die Arbeit Deep zu sehen. Bei dem Spiel steuern die Nutzer_innen nur durch ihre Atmung durch eine futuristische Unterwasserwelt. Niki Smit hat das Spiel zusammen mit Owen Harris entwickelt. Vor allem durch das entspannte Atmen ergeben sich völlig neue Anwendung in der Therapie von Ängsten.

Entwickler Niki Smit erklärt die Entwicklung von Deep und die Potentiale des Spiels (Englisch).
Niki Smit Deep DOK Neuland

Im zweiten Zelt sind elf weitere Arbeiten ausgestellt. Mit verschiedenen ilmen die auf der experimentellen Videoplattform von Arte in 360° gedreht wurden sind, tauchen Besucher_innen direkt ein ins Geschehen. Eine Besteigung des Mount Everests ist genau so möglich, wie ein Flug zur Stratosphäre. 

Auch die Webdoku "Do Not Track" wird hier gezeigt. In neun Episoden erfährt das Publikum alles darüber, wie Firmen im Netz Daten sammeln. Das besondere dabei, mit Hilfe der eigenen Daten bekommt jede Person einen ganz eigenen Film zu sehen.

Der Dokumentarfilm-Produzent Alexandre Brachet erklärt die interaktive Webdoku "Do Not Track".
Dokumentarfilm-Produzent Alexandre Brachet erklärt die interaktive Webdoku "Do Not Track."
Der Dokumentarfilm-Produzent Alexandre Brachet erklärt die interaktive Webdoku "Do Not Track".
 

Kommentieren

Unsere DOK Neuland Tipps

Die interaktive Web-Doku Do Not Track erklärt, wie Firmen im Netz unsere Daten speichern und austauschen. Dabei bekommt jede_r Zuschauer_in einen eigenen Film zu sehen.

Der Fernsehsender Arte arbeitet an Dokumentationen, die in 360° funktionieren. Ein erstes Projekt ist die Antarktisreise Polar Sea 360°. Mit einem Pappaufsatz wird das eigene Smartphone dabei zum Weg in die virtuelle Realität.

In der Webdokumentation After The Storm führt uns Filmemacher Andrew Grace durch das vom Tornada zerstöre Alabama. Hintergründe erklärt er im Interview mit dem Magazin PBS.

--
Die Ausstellung ist täglich bis zum 31. Oktober von 13 bis 21 Uhr auf dem Leipziger Marktplatz geöffnet. Zwischen 15 und 16 Uhr finden öffentliche Führungen statt. Der Eintritt ist frei.