Gewalt im Fußball

Eine runde Sache?

Krawalle, Ausschreitungen und körperliche Gewalt treten häufig rund um Fußballspiele auf. Der sächsische Landtag sieht Fanprojekte als Präventionsmaßnahme. Deshalb will das Land diese nun finanziell stärker fördern.
Pressekonferenz zum Fußball-Fanprojekt

Im Sächsischen Landtag wurde heute über die Sicherheit im Fußball diskutiert. Grund dafür war der Antrag "Sicherheit im Fußball - Stärkung der sächsischen Fanprojekte" der CDU-Fraktion und SPD-Fraktion. Dabei ging es vor allem um eine finanzielle Unterstützung der Fanprojekte. Diese könnten zwischen Fans und Polizei vermitteln, um Konflikte zu vermeiden. Kommunikation soll zu Deeskaltation führen und somit präventiv gegen Gewalt im Fußball vorgehen.

mephisto 97.6 Redakteurin Klara Herrmann zum Antrag im Landtag: 

Klara Herrmann über den Antrag zur Sicherheit im Fußball
 

Insgesamt sechs Fanprojekte gibt es in Sachsen: Aue, Chemnitz, Dresden, Plauen, Zwickau und Leipzig. Finanziert werden die Projekte vom Deutschen Fußball-Bund, der Deutschen Fußball Liga und den einzelnen Kommunen. Diese können nach Angaben der CDU die Kofinanzierung kaum stemmen. Deswegen fordert der Antrag eine stärkere Finanzierung der Fanprojekte.

Teamwork im Landtag

Alle vertretenen Fraktionen erachten das Thema und den Antrag für mehr Sicherheit im Fußball als wichtig. Kommunikation und Deeskalation sind dabei wichtige Punkte. Eine Fortbildung der Bereitschaftspolizei um das Thema "Fußball" soll unter Berücksichtigung der verschiedenen Fangruppierungen stärker fokussiert werden.

Aber ist das allein schon eine runde Sache? Die Grünen finden den Antrag nicht ausreichend detailliert. Dennoch gehe er in die richtige Richtung. Potential ist da, das ausgeschöpft werden muss.

 

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Fanprojekte vom Landespräventionsrat:

LPR Sachsen

Der Antrag von SPD und CDU ist hier einsehbar:

Sicherheit im Fußball - Stärkung der sächsischen Fanprojekte