Airbnb

Eine Risikosache

Theoretisch kann jeder sein Wohnzimmer über Airbnb untervermieten. Mit wenigen Klicks ist es inseriert und die Touristen können kommen. Eine gute Sache – solange auch der Vermieter das so sieht.
Bett, Zimmer, Schlafzimmer
Bei Airbnb werden die verschiedensten Zimmer und Unterkünfte angeboten

Tinos Schlafzimmer kommt bei Touristen gut an. Etwa 70 Besucher Leipzigs haben es schon über die Plattform Airbnb gebucht. Wenn Tino sein Zimmer untervermietet, übernachtet er selbst im Wohnzimmer seiner Zweiraumwohnung. Viel Geld verdient er zwar nicht damit, das ist aber auch nicht sein Ziel. „Ich mache es, weil ich von der Idee überzeugt bin“, betont er. Es gehe ihm darum, Menschen kennenzulernen.

Abmahnung und Kündigung

Was sich gut anhört, hat jedoch einen Haken: Zimmer oder ganze Wohnungen über Airbnb unterzuvermieten ist nur erlaubt, wenn der Vermieter dem ausdrücklich zugestimmt hat. Viele Gastgeber haben diese Zustimmung jedoch nicht. Laut Anke Matejka, Vorsitzende des Mietervereins Leipzig, riskieren sie Abmahnungen und sogar die Kündigung. Mieter hätten zwar ein Anrecht darauf, ihre Wohnung oder einzelne Zimmer unter zu vermieten, diese Regelung gelte jedoch nur bei ausreichender Begründung und nicht für die Untervermietung an Touristen.

Kein direkter Hinweis

Wer bei Airbnb ein Zimmer zur Untervermietung inseriert, wird allerdings nicht darauf hingewiesen, dass es dafür der Zustimmung des Vermieters bedarf. Zwar heißt es vor der Aktivierung, Gastgeber müssten sich in ihrer Stadt über geltende Gesetze zum Homesharing informieren – der Vermieter wird bei der Belehrung aber nicht erwähnt.

Den ganzen Beitrag von Lennart Banholzer zum Nachhören finden Sie hier:

Ein Beitrag von mephisto 97.6-Redakteur Lennart Banholzer
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Lennart Banholzer
22.11.2016 - 14:35