Unterwegs auf der Dresdner Straße

Eine Perspektive für junge Südeuropäer

Das Haus des Handwerks vermittelt nicht nur deutschen Jugendlichen eine Lehrstelle. Zum 1. September haben insgesamt 22 Spanier, Griechen und Kroaten ihre Ausbildung in Leipziger Betrieben begonnen. Andreas Meyer unterstützt sie.
Ausbildungsberater Andreas Meyer bei der Arbeit.
Ausbildungsberater Andreas Meyer bei der Arbeit.

In Büro 114 steht das Telefon nicht still. Von hier aus organisiert Ausbildungsberater Andreas Meyer das neue Leben der jungen Südeuropäer. Ob Konto, Krankenversicherung oder Unterkunft – an alles will gedacht sein. Den Sprachkurs haben die Auszubildenden schon geschafft, jetzt geht es los mit der Arbeit. In Leipzig lernen die ausländischen Lehrlinge ihr Handwerk: Elektroniker, Friseur oder auch Mechaniker.

Auszubildende Lucia Allende Bulke aus Palma de Mallorca
Auszubildende Lucia Allende Bulke aus Palma de Mallorca

Lucia Allende Bulke hat ihre Ausbildung im Oktober 2013 begonnen. Sie war eine der Ersten, die mit Hilfe der Handwerkskammer und ihrer Partner eine Lehrstelle in Leipzig bekam. Seitdem ist sie Teil des Teams vom Friseursalon "Carat". Die 27-Jährige aus Palma de Mallorca wohnt mit ihrem Freund, der hier eine Ausbildung zum Elektroniker macht, in Schönefeld. Das Paar lernte sich während des Deutschkurses kennen. In Leipzig fühlt sich Lucia wohl, die Arbeit macht ihr Spaß. Das merkt auch ihre Kollegin Catharina Loch:

"Lucia nimmt sehr schnell auf und ist wirklich bemüht und immer freundlich, immer ein Lächeln auf den Lippen, also einen besseren Lehrling kann man sich nicht wünschen."

Worte wie diese hört Andreas Meyer gern. Als Ausbildungsberater sieht er sich als Schanier zwischen Betrieb und Lehrling. Stimmt die Chemie zwischen beiden, dann freut auch er sich:

"Wenn ein Betrieb sagt 'Herr Meyer, das hat gut geklappt mit Ihrem Lehrling, den Sie mir vermittelt haben', dann habe ich da ein positives Gefühl dabei. Ich meine, am Ende des Tages läuft's ja darauf hinaus."

 

Ein Beitrag über die Handwerkskammer in der Dresdner Straße von Ricarda Wenge und Sabrina Jaehn.
 
 

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Das Haus des Handwerks befindet sich im Graphischen Viertel an der Dresdner Straße. Die Handwerkskammer vertritt die wirtschaftspolitischen Gesamtinteressen ihrer über 12.000 Mitgliedsunternehmen mit 90.000 Beschäftigten und 4.500 Lehrlingen. Die berufliche Ausbildung zählt zu ihren Kernanliegen.