Stadt teilen: Gohlis

Eine offene Tür in Gohlis

Auf der grauen Georg-Schumann-Straße in Gohlis stößt man auf das Nachbarschaftsprojekt "Die Tür". Dort wird man herzlich willkommen geheißen und hat im Idealfall noch ein paar Kleidungsstücke zum Tauschen im Gepäck...
Der Nachbarschaftsladen "Die Tür" in Gohlis

Die Georg-Schumann-Straße in Gohlis weckt vermutlich nicht den Eindruck, dass das Viertel fröhlich, bunt und offen ist. Die befahrene Straße im Herzen des Stadtteils hält allerdings die eine oder andere Überraschung bereit. Auf Höhe der Wiederitzscher Straße zum Beispiel, stößt man auf den einen kleinen Eckladen, der die Fußgänger mit seinem farbenfrohen Angebot neugierig macht. "Die Tür" heißt er und ist ein Nachbarschaftsprojekt, entstanden durch die Bemühungen einiger Familien. Sie hatten sich vor 13 Jahren regelmäßig zusammengefunden, vereint in dem gemeinsamen Wunsch, dieses nachbarschaftliche Verhältnis auch mit anderen zu teilen. Kerstin Sommerfeld, eine der Mitgründerinnen des Projekts, führt uns in das bunte Programm ein. Die Angebote reichen von einer Krabbelgruppe, Bastelgruppen und Sportkursen bis zu Kreativworkshops. Die gebastelten Produkte werden im Nachbarschaftsladen verkauft.

Ein Raum fürs Geben und Nehmen

Eines der wichtigsten Projekte des Nachbarschaftsvereins ist der Kleidertausch. Viele Mitglieder hatten sich eine Tauschbörse für Kinderkleidungsstücke gewünscht. Mittlerweile ist das System des Kleidertauschs ausgefeilt, und geht weit über das Austauschen von Kleidungsstücken hinaus: Die Leiter von "Die Tür" erfanden sogar eine eigene Währung. Kerstin Sommerfeld betont, dass der Kleidertausch ein offener Raum für ausgewogenes Geben und Nehmen sein solle. Zu den Kursen und Treffen dürfe jeder kommen, der Zeit und Lust hätte.

 

"Die Tür" in Gohlis – ein Beitrag von Gesa Koy und Eva Wittekind (Sprecherin).
 

 

 

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