Gespräche auf dem Roten Sofa

Eine kurze Geschichte der Menschheit

Kann man überhaupt eine kurze Geschichte der Menschheit schreiben? Der Mensch existiert doch schon so lange und hat eine unglaublich rasante Entwicklung durchgemacht. Reicht da ein Buch wirklich aus? Yuval Noah Harari beweist es.
Yuval Noah Harari im Gespräch mit Paula Drope auf dem Roten Sofa

Fragen über Fragen

Wieso entwickelte der Mensch die Sprache? Wollte er seinen Artgenossen besser mitteilen können, dass der Löwe hinter dem dritten Baum von links sitzt, als nur zu sagen "Achtung, Löwe!"? Oder ist der Mensch schon seit seinem Entstehen eine Labertasche und entwickelte die Sprache nur, um den neuesten Klatsch und Tratsch in der Gruppe zu verbreiten? Hätte der Mensch wirklich mit dem Ackerbau beginnen sollen? Ist sein Leben dadurch einfacher geworden? Oder hätten wir doch lieber bei unseren Anfängen als Jäger und Sammler bleiben sollen? Und was kommt nach uns? Werden wir irgendwann von einer noch höher entwickelten Spezies verdrängt? Oder sind wir die Krone der Schöpfung?

Auf diese und noch viel mehr Fragen gibt Yuval Harari in seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" Antworten. Er beschäftigt sich mit der gesamten Geschichte. Von den Anfängen, als gerade die ersten Vertreter der Menschheit sich aus den Affen entwickelten, bis in unsere heutige Zeit. Und sogar noch einen kurzen Blick in die Zukunft der Menschheit, wie es seiner Meinung nach mit ihr weiter geht.

Vor allem etwas für Laien

Das Buch richtet sich aber nicht an Wissenschaftler, sondern an jederman. Durch seinen sehr einfachen Schreibstil und seine Vermeidung von Fachbegriffen muss man kein Vorwissen mitbringen, um das Buch zu verstehen. Yuval Harari schreibt anschaulich und fügt viele zeitnahe Beispiele ein, um einige seiner Thesen zu erläutern. Gerade durch diese nicht streng wissenschaftliche Schreibweise ist dieses Buch auch für Laien sehr interessant. Kein Wunder also, dass das Buch 2011 bei seinem Erscheinen in Israel ein Bestseller wurde.

 

Autor Yuval Noah Harari im Interview mit Paula Drope
Harari
 

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