Rentenausgleich

Eine finanzielle Mauer durchbrechen

Bis 2020 sollen die Renten von Ostdeutschland an das Niveau der Westrenten angeglichen werden. Dazu hat sich die große Koalition verpflichtet. Jetzt sollen die nötigen Schritte eingeleitet worden sein – ein Gesetzesentwurf übermittelt.
Geld
37 Milliarden Euro will das Land für den nächsten Doppelhaushalt locker machen.

Sozialministerin Andrea Nahles von der SPD hat am 21. Juli einen entsprechenden Gesetztesentwurf ans Kanzleramt übermittelt. Diesen Plänen zufolge sollen die ersten Rentenangleichungen schon zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Dann soll die Differenz zwischen Ost- und Westrenten halbiert werden. Zum 1. Januar 2020 soll es keine Differenz mehr geben.

mephisto 97.6 Redakteurin Helena Schmidt hat sich mit dem Thema Rente auseinander gesetzt. Sie fasst den Plan der Rentenangleichung zusammen:

mephisto 97.6 Redakteurin Helena Schmidt zum Rentenausgleich.
BmE Rente

Zur Zeit enspricht ein Rentenpunkt im Osten rund 28,66 Euro. Im Westen jedoch 30,45 Euro. Diese Annäherung ist durch die im diesen Jahr schon starke Rentenerhöhung entstanden.

Die Renteneinheit jedoch hat auch Verlierer. Die geringeren Ostlöhne werden für die Rentenberechnung aufgewertet. Das soll bis 2020 jedoch wegfallen. Andrea Nahles sagte dazu, dass es die größte Ungerechtigkeit sei, ein unterschiedliches Rentenrecht zwischen Ost und West zu haben.

 

Kommentieren

Conny Poltersdorf
21.07.2016 - 19:39