Leipzig schockt

Eine App, die Leben retten soll

Wenn ein Mensch einen plötzlichen Herzstillstand erleidet, geht es um Sekunden. Dabei ist Erste Hilfe enorm wichtig. Um diese zu vereinfachen, gibt es jetzt die App "Leipzig schockt".
Die App Leipzig schockt

Es ist eine der unangenehmsten Situationen, die man sich vorstellen kann. Wenn ein Mensch zusammenbricht, ist er auf Hilfe Anderer angewiesen. Dabei geht es um Sekunden, die über das Leben des Betroffenen entscheiden können. Wenn Organe wie Herz, Lunge und Gehirn länger als fünf Minuten keinen Sauerstoff mehr bekommen, sterben erste Zellen ab und können nicht wieder regeneriert werden. Darum ist Erste Hilfe enorm wichtig. So schnell wie möglich muss der Helfende dafür sorgen, dass das Blut wieder mit Sauerstoff versorgt wird und sowohl Kreislauf als auch Atmung wieder funktionieren.

Um dort dauerhafte Schäden zu vermeiden oder dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zum generellen Herzstillstand und dann zum Versterben kommt.

Albrecht Scheuermann, beim Landesverband Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Ausbildung

Um Menschen in so einer Situation zu helfen, gibt es jetzt die App "Leipzig schockt". Sie soll die Ersthilfe bei einem plötzlichen Herzstillstand erleichtern. Das Projekt wird initiiert vom Arbeiter-Samariter-Bund und ist bereits in mehreren Regionen Deutschlands aktiv.

Funktionen der App

Die App hat drei Funktionen. Zunächst kann man direkt über die App einen Notruf absetzen. Zudem gibt sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Erste Hilfe-Maßnahmen. Die dritte Funktion ist eine Karte, die einem anzeigt, wo sich Defibrillatoren befinden. Es wird automatisch der eigene Standort ermittelt und Defibrillatoren in der Nähe angezeigt. Dabei ist auch ersichtlich, ob diese zur entsprechenden Tageszeit öffentlich zugängig sind.

Der Einsatz eines Defibrillators kann enorm wichtig sein. Durch leichte Stromstöße werden die Herzmuskeln wieder angeregt, gleichmäßig zu kontrahieren. Dabei muss man keine Angst haben, so ein Gerät in Einsatz zu bringen, denn es ist nicht möglich, dem Betroffenen zu schaden. Wenn der Defibrillator feststellt, dass wieder eine Herzfrequenz vorhanden ist, hört er automatisch auf die entsprechende Herzdruckmassage durchzuführen.

Durch die App Leipzig schockt wird also versucht, den Menschen die Angst vor dem Helfen zu nehmen, indem es so leicht wie möglich gemacht werden soll.

Es gibt ja auch wirklich Erfolge, wenn Sie sehen, dass damit schon Menschenleben gerettet wurden.

Marion Zimmermann, Geschäftsführerin des Regionalverbandes ASB Leipzig

Dementsprechend ist die App an sich eine sinnvolle Idee. Auch der Aufbau ist einfach gestaltet. Jeder erhält sofort einen Überblick. Wenn man sich einmal mit ihr auseinandergesetzt hat, ist sie auch im Notfall gut einsetzbar. Dennoch steckt sie noch ein wenig in den Kinderschuhen. Die Defibrillatoren werden durch Updates manchmal nicht angezeigt. An anderen Tagen gibt es hierbei aber keine Probleme.

Zusammenfassend kann man sagen, wenn jemand neben einem zusammenbricht, kann die App einem helfen, die Ruhe zu bewahren und rettet damit schlussendlich Leben.

Weitere Informationen aus der Sendung:

 
 

Kommentieren

Julia Vogt
15.03.2018 - 11:27