Hautkrebsvorsorge

Ein Sonnenbrand kann schon ausreichen

Egal ob im Sommerurlaub im Süden oder auf Balkonien: Braun werden ist für viele Menschen ein Muss. Doch wie steht es da mit der Gefahr, Hautkrebs zu bekommen? Und ist das für die Leipziger ein Thema?
Wie gefährlich ist eigentlich die Sonne?
Wie gefährlich ist eigentlich die Sonne?

Von „Ich mache mir keine Gedanken um meine Haut und gehe oft auf die Sonnenbank!“ bis „Ich schütze meine Haut ganz bewusst vor zu viel Sonne!“ ist alles dabei. Die Leipziger haben ziemlich unterschiedliche Einstellungen zum Sonnenschutz.

Hautkrebs kann unterschiedlich gefährlich sein

Vielen Menschen ist die Gefahr nur wenig bewusst, schließlich können ein paar Sonnenbäder zu viel in der Jugend sich erst viele Jahrzehnte später zu Hautkrebs entwickeln. Bei Hautkrebs unterscheidet man den „weißen“ und den „schwarzen“ Hautkrebs. Der weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom) tritt jährlich ca. bei 200.000 Menschen in Deutschland auf und metastasiert glücklicherweise selten, also breitet sich seltener im Körper auf andere Organe aus. Der schwarze Hautkrebs (malignes Malinom) tritt jährlich ca. bei 20.000 Menschen auf und hat eine hohe Wahrscheinlichkeit, Metastasen zu bilden und kann, wird er nicht früh genug erkannt, tödlich enden. Darüber hinaus gibt es noch weitere seltenere Hautkrebsarten.

Sonnenschutz durch Technik…

Vorhersagen kann man allerdings schwer, ob Hautkrebs auftritt oder nicht. Abhängig ist die Gefahr vom eigenen Hauttyp und dem UV-Index, also die Bestrahlungsstärke durch UV-Strahlung – dafür gibt es nun auch technische Hilfe in Form einer App, beispielsweise vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Dort kann man seinen Standort und Hauttyp angeben und schon verrät einem die App, wie lange man höchstens in der Sonne bleiben sollte, ohne Schäden davonzutragen.

… oder auch ohne

Wer sich nicht auf eine App verlassen möchte, kann auf die Tipps des Dermatologen Dr. Axel Lorz an der Leipziger Hautklinik zurückgreifen. Dieser rät Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 25. Darüber hinaus sollte man auch die Augen und die Kopfhaut schützen und sich generell nicht zu lange in der Sonne aufhalten. Allen über 35-Jährigen bezahlt außerdem die Krankenkasse alle zwei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung für Hautkrebs.

 

Marina Chkolnikov sprach mit Dr. Axel Lorz über Hautkrebs.
Hautkrebs
 

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