Leipziger Wissenschaftspreis

Ein Preis der Wissen schafft

Die Arbeit von Wissenschaftlern, ist dem Großteil der Bevölkerung ein Rätsel. Die komplexen Themen verstehen meist nur Eingeweihte, obwohl die Forschungsergebnisse oft viele von uns betreffen. Der Wissenschaftspreis will Transparenz schaffen.
Leipziger Wissenschaftspreis 2016
Die Preisträger des Leipziger Wissenschaftspreises 2016

Der Leipziger Wissenschaftspreis wird seit 2001 alle zwei bis drei Jahre ausgeschrieben und durch die Stadt Leipzig, die Universität Leipzig und die Sächsische Akademie der Wissenschaften verliehen. "Geehrt werden ausgezeichnete Wissenschaftler, also Wissenschaftler, die sonst auch ein international anerkanntes Werk haben, die aber einen besonderen Bezug zur Stadt Leipzig haben", erklärt Hans Wiesmeth, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Das bedeute, dass die geehrten Wissenschaftler entweder in Leipzig lehren oder forschen oder aber einen anderen besonderen Bezug zur Stadt haben. Durch die Honorierung der Arbeit soll eine breitere Öffentlichkeit auf die Forschung aufmerksam gemacht werden.

Erstmalig zwei Preisträger

In diesem Jahr wurden erstmals zwei Preisträger gleichwertig geehrt. Manfred Rudersdorf ist Professor für Geschichte der frühen Neuzeit an der Universität Leipzig. Er selbst ist der Meinung, dass der Preis sein Lebenswerk ehrt, besonders aber seine Verdienste als Vorsitzender der Erforschung der Leipziger Universitätsgeschichte. Das Ergebnis seiner Forschung ist ein fünfbändiges Werk, welches 2011 fertig gestellt wurde. Er selbst ist überzeugt, dass seine Arbeit auch für eine breite Öffentlichkeit interessant ist. 

"Es geht ja um die Gestalt und die Institution der Universität hier in Leipzig und damit um die Bildungslandschaft Mitteldeutschlands", erklärt Rudersdorf. Man würde natürlich nicht die gesamte Öffentlichkeit mit seiner Forschung erreichen, gesteht Rudersdorf ein, aber den interessierten Teil der Bevölkerung schon. Schließlich sei es interessant zu verstehen, wie eine so große Institution wie eine Universität funktioniert hat.

Weniger Nebenwirkungen bei Tumormedikamenten

Die zweite Preisträgerin ist Annette Beck-Sickinger, Professorin für bioorganische Chemie an der Universität Leipzig. Ihr Schwerpunkt ist die Peptid- und Proteinforschung. Sie versucht, Grundlagenarbeit mit angewandter Forschung zu verbinden. Besonders in der Medizin werden ihre Erkenntnisse angewandt. Ihre Forschung könne unter anderem dabei helfen, die Nebenwirkungen bei Tumormedikamenten zu reduzieren und das Abstoßen von Implantaten zu verhindern. 

mephisto97.6 Redakteur Tammo Walter hat mit den Preisträgern des diesjährigen Leipziger Wissenschaftspreises gesprochen:

mephisto97.6 Redakteur Tammo Walter mit den Details zum Leipziger Wissenschaftspreis.
 
 

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