GEW Regionalkonferenz

Durststrecke für Lehrer

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen hat heute in einer Regionalkonferenz getagt – nachdem Verhandlungen zur schwierigen Situation im sächsischen Schulbereich mit der Landesregierung im September scheiterten.
Ein alter Klassenraum in einer Industrieruine
Ein alter Klassenraum in einer Industrieruine

Bereits im Oktober hatte sich der Landesvorstand der Gewerkschaft – trotz der gescheiterten Verhandlung mit der Staatsregierung im September – auf ein Neues mit der schwierigen Situation der sächsischen Schulen befasst und eine Erklärung veröffentlicht. Darin erklärte die GEW ihre Gesprächsbereitschaft zur Bekämpfung des Lehrermangels und zur Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs. Bereits seit vielen Jahren, fordert die GEW bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer an sächsischen Schulen, vordergründig durch einen Tarifvertrag. In diesem solle eine gerechtere Eingruppierung geregelt werden, da die Lehrer in Sachsen nach wie vor schlechter bezahlt werden als in anderen Bundesländern. Außerdem verdienen Grundschullehrer, aufgrund ihrer niedrigen Einstufung deutlich weniger als Real- und Gymnasiallehrer. Momentan gibt es keine tarifliche Regelung.

Keine Besserung in Sicht

Die Verhandlungen im September scheiterten, da die Staatsregierung auf die Forderungen und eine tarifliche Regelung nicht eingehen wollte. Die GEW kündigte daraufhin an, sich gegen eine weitere Verschlechterung der Verhältnisse in Schulen zu wehren. Eine Demonstration vor dem Landtag ist geplant, auch mit Streiks muss gerechnet werden. In der Regionalkonferenz heute sollen die Beschlüsse der Sächsischen Staatsregierung ausgewertet und weitere Aktionen geplant werden.

Den ganzen Beitrag von Stefanie Peschel gibt es hier zum Nachhören:

Stefanie Peschel über die Forderungen der GEW
 

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Amelie Berboth
03.11.2016 - 20:00

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