Behinderten-Europameisterschaft

Drei mal Bronze

Der Leipziger Mathias Schulze hat bei den Behinderten-Europameisterschaften in Swansea dreimal Bronze gewonnen: im Kugelstoßen, im Speerwerfen und im Diskuswerfen. Überraschend kamen die Siege für Schulze allerdings nicht.
2 menschen vor einer Wand lächeln in die Kamera
Redakteurin Anne-Marie Kriegel hat mit Mathias Schulze gesprochen.

Gleich drei Mal stand Mathias Schulze in diesem Jahr auf dem Treppchen. Im Kugelstoßen, im Speerwerfen und im Diskuswerfen konnte der Leipziger die Bronze-Medaille holen. Doch auf die Frage, ob er mit den drei Medaillen gerechnet habe, antwortet der Leipziger locker: "Ehrlich gesagt, ja!" Vor den Kämpfen können die Sportler die Starter- und Weltranglisten einsehen und sich so ihre Erwartungen ausmalen.

"Bei Speer war es halt so, dass ich genau gesehen hab: okay, es sind zwei da, da wird es spannend. Da könnte man vielleicht sogar noch Silber oder Gold holen. Aber von hinten war nicht erkennbar, dass noch wer kommt."

Trotzdem prallt die Anspannung des Wettkampfes nicht ganz von dem Sportler ab:

"Ich hab mir bis zum fünften Durchgang die Ergebnisse der anderen nicht angeguckt, weil man sich ja auf sich konzentrieren sollte. Mich macht das nur verrückt – meine Leistung sollte ja stimmen."

Und das haben sie. Im Diskus konnte Schulze mit 46,38 Metern sogar einen neuen deutschen Rekord erzielen. Er war als einziger sächsischer Sportler für Deutschland angetreten.

Vom 14.08 bis zum 24.08 fand die Behinderten-Leichtathletik-WM in Swansea, Großbritannien, statt. Im Medaillenspiegel belegte Deutschland hinter Russland, der Ukraine und Großbritannien den vierten Platz: 14 mal Gold, 17 mal Silber und 15 mal Bronze. In zwei Jahren will Schulze dann bei den Paralympics 2016 im brasilianischen Rio antreten. Bis dahin "ist aber erst mal Urlaub angesagt". Doch auch währenddessen gilt: "In Bewegung bleiben! Komplett ausruhen geht da nicht."

Mathias Schulze im Interview.
Matze
 

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