Unterwegs auf der Georg-Schumann-Straße

Das Kloster St. Albert

Kurz hinter der Endhaltestelle Wahren trifft man auf das Dominikanerkloster St. Albert. Das Leben hier ist ganz anders als man es sich vorstellt. Die Mönche tragen keine langen Roben und es gibt auch keinen Kreuzgang.
Kloster St. Albert

Seit 30 Jahren lebt Pater Nikolaus in dem Dominikanerkloster. Er besitzt ein beeindruckendes Wissen über das Gebäude und die Geschichte des katholischen Ordens. Im Jahr 1931 ließen sie sich im Norden Leipzigs in der Georg-Schumann-Straße 336 nieder. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden hier über 100 Menschen versteckt, darunter auch der Namensgeber der Straße – der Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Georg Schumann. In der DDR wurde neben dem ursprünglichen Kloster eine Kirche für die Gemeinde gebaut. 1969 wurde das Noviziatsgebäude fertiggestellt, in dem heute die Mönche leben.

Jubiläum

Der Orden selbst feiert bald sein 800-jähriges Jubiläum. Ihr Gründer Dominikus entschied, dass die Kirche gebildete Leute brauche, die den Glauben predigen können. Dieser Gedanke bestimmt heute noch den Orden. Im Gegensatz zu anderen ist es diesen Ordensbrüdern wichtig nach draußen zu gehen und den Menschen direkt zu helfen. Pater Nikolaus ist beispielsweise Krankenhauspfarrer und einer seiner Mitbrüder arbeitet bei der Polizeiseelsorge. Durch die Tätigkeiten der Mönche finanziert sich das Kloster selbst.

Die Gemeinde

Die Gemeinde, die zu dem Kloster gehört, umfasst in etwa 730 Mitglieder, von denen rund 200 jeden Sonntag zur Messe kommen. Die Mönche helfen den Gemeindemitgliedern beim Organisieren von großen Festen wie Taufen und Hochzeiten aber auch Beerdigungen. Ansonsten ist der Pfarrer für die Gemeinde zuständig und die Mönche gehen ihren jeweiligen Tätigkeiten nach. Das ließe sich sonst auch nicht mit der großen Reiselust der Dominikaner vereinbaren. So war Pater Nikolaus vor kurzem erst mit einer Gruppe in Israel. Dort unterstützt er auch ein Kinderkrankenhaus und ein Hospiz. Zusätzlich predigen die Mönche an verschieden Orten. Zu den Festtagen versuchen sie aber alle wieder im Kloster St. Albert zu sein um diese gemeinsam zu verbringen.

 

Ein Beitrag von Lisa Patz und Henrike Ebel über das Dominikanerkloster
Dominikanerkloster
 

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