Kryptowährung

Die Zukunft des Geldes

Egal ob das Bier nach Feierabend oder der Wochenendeinkauf. Bezahlt wird logischerweise mit Geld, entweder Bar oder per EC-Karte. Allerdings gibt es bereits Alternativen zum konventionellen Geld.
Bargeldlos zahlen gehört inzwischen zum Alltag
Bargeldlos zahlen gehört inzwischen zum Alltag

Währung, Geld, Zahlungsmittel – was ist nun was?

Klingelnde Münzen in der Tasche oder zerknitterte Scheine. Normalerweise sehen wir das als Geld an. Laut Definition kann Geld aber auch ganz anders aussehen. Denn auch Tauschgegenstände können als Geld angesehen werden. Eine Währung ist im Gegensatz dazu das Geld, das vom Staat als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wird. So gilt in der Eurozone der Euro als amtliche Währung und somit auch als Zahlungsmittel.

Das Geld bald nicht mehr in der Tasche, sondern auf der Festplatte

Bereits seit einigen Jahren ist im Gespräch, ob das materielle Geld irgendwann von sogenannten Kryptowährungen abgelöst wird. Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel. Die erste offiziell gehandelte Kryptowährung war der Bitcoin im Jahr 2009. Hatte er im Jahr 2010 noch einen Wert von rund zehn amerikanischen Cent, kostet ein Bitcoin heute rund 8.200 Dollar. Deshalb investierten immer mehr Leuten in ihn und er erfuhr mediale Aufmerksamkeit. Vorteile des Bitcoins sind seine Dezentralität. Das bedeutet: Er wird nicht von einer kontrollierenden Instanz, wie zum Beispiel einer Bank beaufsichtigt, sondern wird von jedem Nutzer mitverwaltet. Deshalb gilt er als besonders fälschungssicher. Allerdings gibt es auch Kritik am Bitcoin. Zum Beispiel sei er laut Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank, noch zu wenig präsent. Demnach würden täglich weltweit rund 350.000 Transaktionen mit Bitcoins getätigt, in Deutschland allein würde es allerdings über 70 Millionen konventionelle Überweisungen geben.

Leipzig als Entstehungsort einer Kryptowährung

In Leipzig gibt es seit einiger Zeit einen, wenn auch kleineren, Artgenossen des Bitcoin – der Lindenthaler. Der Lindenthaler hat allerdings keinen definierten Geldwert. Als Faustregel gilt: Zwanzig Lindenthaler sind gleiche eine Stunde Arbeitszeit. Wer zum Beispiel zwei Stunden dabei hilft, ein Haus zu streichen, erhält dafür vierzig Lindenthaler. Allerdings handeln die Mitglieder nicht nur mit Dienstleistungen. Auch Produkte aus eigenem Anbau können mit dem Lindenthaler bezahlt werden. Wer an dieser Währung teilhaben will, muss einen jährlichen Betrag überweisen. Danach erhält man ein monatliches Grundeinkommen, abhängig von der Mitgliederzahl.

 

Den Beitrag finden Sie hier zum Nachhören:

Ein Beitrag von Linus Zosel zur Kryptowährung
Kryptowährung - Dje Zukunft des Geldes
 

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Linus-Benedikt Zosel
27.07.2018 - 12:03