Religionslosigkeit

Die Verbindlichkeit des Glaubens

In Sachsen sind nur 20 Prozent der Menschen in der evangelischen Kirche, sogar nur 3,6 Prozent in der katholischen. Gegenüber des Neuen Rathauses entsteht derzeit dennoch eine neue katholische Kirche.
Moderator Felix Gebhardt und Theologe Dr. Rochus Leonhardt

Besonders im Osten Deutschlands entscheiden sich immer mehr Menschen aus der Kirche auszutreten. "Viele wollen diese Verbindlichkeit nicht", betont Dr. Rochus Leonhard. Er ist Theologe und am Lehrstuhl der Univerität Leipzig und stellt fest, dass die Messen in katholischen Gemeinden dennoch sehr gut besucht sind. Außerdem sei im Osten Deutschlands unter anderem durch die DDR die Zugehörigkeit zur Kirche nicht mehr die Regel. "Das war politisch erzwungen und irgendwann von den Menschen verinnerlicht", so Leonhardt.

Der geplante Moscheebau in Gohlis wirft wieder ein größeres Interesse an Kirche und Religion auf. Leonhardt stellt fest, dass die religiöse Orientierung der Menschen in Deutschland eher zu den sogenannten "harten Religionen" wie dem Islam tendiert. Das traditionelle Christentum, die "weiche Religion" muss den fundamentalistischen Glaubensrichtungen Platz machen.

 

Wie es um die Zukunft der Religion bestellt ist, erklärt Dr. Rochus Leonhardt, Theologe und Dozent an der Universität Leipzig.

 

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