Unikatum Kindermuseum

Die liebe Liebe

Im Unikatum Kindermuseum in Plagwitz thematisiert derzeit eine Wanderausstellung die Liebe. Wir haben uns die Ausstellung angeschaut und mit Schirmherrin Petra Köpping, der sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, gesprochen.

Das Thema Liebe ist abstrakt und subjektiv, umfangreich und nicht leicht zu greifen. Das Unikatum Kindermuseum hat sich dieser Herausforderung angenommen und verschiedene Arten der Liebe dargestellt. Dazu gehören Selbstliebe, romantische Liebe, aber auch Pflichten. Die Besonderheit dabei: es ist ein Mitmachmuseum. Im Ausstellungsraum konnten Menschen aufschreiben, was sie über Beziehungen denken und wie sie damit umgehen. Im Vorfeld gab es außerdem Workshops und ein Kurzgeschichtenwettbewerb, deren Ergebnisse jetzt präsentiert werden.

Die Ausstellung ist in vier Themenbereiche aufgeteilt. Dabei kommen die Besucherinnen und Besucher in verschiedene Räume. So ist die Küche ein Ort für soziales Miteinander und Pflichten. Im Bad geht es um Selbstliebe, Sehnsüchte und Zweifel. Ein Stück weiter ist die romantische Liebe Thema im Schlafzimmer. Und im Kinderzimmer wird der Blick auf andere Generationen geöffnet: Wie nehme ich die Beziehung meiner Eltern wahr?

Köpping lobt Ausstellung

Schirmherrin Petra Köpping findet, die Ausstellung schafft Toleranz:

Auf der einen Seite können Politiker viel über Toleranz reden, aber wenn das aus der Bürgergesellschaft kommt oder über Vereine organisiert wird, ist das ein ganz anderer Maßstab.

Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Annegret Hänsel und Petra Köpping
Geschäftsführerin des Kindermuseums Annegret Hänsel und die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration.

Dabei verweist die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration auf das neue Gleichstellungsgesetz, an dem sie gerade arbeitet. Dabei Köpping gibt zu bedenken, dass sie zwar gesetzliche Vorgaben machen könne, doch nur die Gesellschaft könne diese auch leben.

Als Wanderausstellung war die „liebe Liebe“ schon bei Nieder-Neundorf an der tschechischen Grenze. Demnächst geht es dann nach Lichtenstein und nach Großpösna. Doch die Ausstellung wurde gleich zwei Mal angefertigt, weshalb sie in Leipzig noch den ganzen Sommer zu sehen sein wird.

 

 

Alle Informationen zum Nachhören finden Sie hier:

Moderator Manuel Anhut im Gespräch mit Redakteurin Rebecca Göring
2507 SG Liebe
 

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