Stadt teilen: Großzschocher

Die heiligen Hallen von Großzschocher

Leipzigs berühmte Bauten ziehen Touristen in die Innenstadt. In Großzschocher erwartet hingegen niemand historische Sehenswürdigkeiten. Obwohl hier eine der ältesten Kirchen Leipzigs steht.
Die Apostelkirche in Großzschocher
Die Apostelkirche in Großzschocher

Die Apostelkirche ist ein Erinnerungsort der vergangenen 800 Jahre. Es gibt zwar keine Weihungs-Urkunde, das älteste vorliegende Dokument ist aber immerhin auf den 18. August 1217 datiert. Darin wird die Schenkung der Kirche durch Markgraf Dietrich von Wetting an das Thomaskloster belegt. Damit ist sie beinahe genauso alt wie die Thomaskirche und nur knapp 50 Jahre jünger als die Nicolaikirche. 

Ein Rundgang durch die Apostelkirche
 

Wie bei den berühmten Kirchen in der Innenstadt, hat sich die Apostelkirche über die Jahrhunderte stark verändert. Es wurden zahlreiche bauliche Veränderungen an und in dem Bauwerk vorgenommen. Seit der Romanik hat jede Architekturepoche seine Spuren hinterlassen. 

Bei einem Rundgang durch die "heiligen Hallen" fällt Siegfried Marx, der sich selbst als Hobby-Historiker beschreibt, zu jedem Kerzenständer, Fenster und Grabstein eine Geschichte ein. Er erklärt auch, dass Petrus und Paulus namensgebend für die Kirche waren. Am Portal hängen seit 1926 zwei Sitzfiguren dieser Apostel und 1950 war es dann soweit und die Apostelkirche wurde getauft.

 

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Klara Herrmann, Isabel Woop
04.08.2015 - 12:37
  Kultur