Geschichtswettbewerb

Die Geschichte der Anderen

Vor über 40 Jahren wurde der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ins Leben gerufen. In diesem Jahr stand der Ausscheid unter dem Motto "Anders sein. Außenseiter in der Geschichte". Am Dienstag wurden die sächsischen Landessieger ausgezeichnet.
Auch heute noch ist die Gothicszene bunt und vielfältig.
Auch heute noch ist die Gothicszene bunt und vielfältig.

 

 

Ein Beitrag von Julia Gröbel
 

 

1563 Beiträge wurden für den diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten eingereicht – davon 86 aus Sachsen. In den vergangenen Wochen wurden die Beiträge dann von einer zwölfköpfigen Jury, darunter Lehrer, Archivare und Museumspädagogen, begutachtet. Diese beurteilten die Projekte unter anderem hinsichtlich der Themenwahl, der Recherchebemühungen und der gezogenen Schlussfolgerungen.

26 Konzepte überzeugten die Jury schließlich. 13 Schüler bzw. Schülergruppen bekamen je 250 Euro und wurden zum Landessieger gekürt. Die anderen Teilnehmer bekamen für ihre Projekte je 100 Euro und einen Förderpreis.

Zu den Landessiegern zählt auch die 18-jährige Anna Ebert. Die Gymnasiastin aus Grimma beschäftigte sich mit der Gothic-Szene in der Region Leipzig zum Ende der 80er Jahre. Ein Thema, das zwar nicht auf dem Lehrplan steht, aber Anna persönlich interessiert:

Ich finde die Gothic-Szene in gewissem Maße sehr schön, sehr ästhetisch. Und wenn man noch nicht so viel über ein Thema weiß, ist es natürlich noch interessanter etwas darüber herauszufinden.

Anna Ebert ist damit ein gutes Beispiel für die Ziele des Wettbewerbs: Schüler für Themen zu begeistern und den Blick über den Tellerrand zu unterstützen. Besonders erfolgreich waren dahingehend das Dresdner Romain-Rolland-Gymnasium sowie das Lessing-Gymnasium in Plauen. Die beiden Einrichtungen erhielten den Titel als "Landesbeste Schule", da ihre Schüler beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus sächsischer Sicht am besten abgeschlossen hatten.

 

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