Einstellung neuer Lehrer

Die Bewerber warten

In diesem Jahr haben sich mehr als 2.000 angehende Lehrer auf Stellen in Sachsen beworben. Die Staatsregierung lässt die Bewerber warten – obwohl eigentlich eine dringende Nachfrage an Pädagogen besteht.
Eine Klasse sitzt vor der Tafel, auf der steht "Der Unterricht
Letztendlich sind die Schüler die Leidtragenden des Lehrermangels.

Lehrermangel – ein durchaus gängiger Begriff, dessen Gebrauch in der letzten Zeit zugenommen hat. Auch in Sachsen. Doch hier scheint das Problem ausnahmsweise mal nicht direkt von den Lehrern zu kommen: Es bewarben sich mehr als 2.000 angehende Pädagogen und diese warten noch immer auf eine Rückmeldung vom Land.

Mögliche Abwanderung

Nun fordert der Sächsische Lehrerverband die baldige Einstellung von neuen Lehrern. Jens Weichelt, der Vorsitzende des Verbandes, warnt vor einer "Abwerbung" durch Angebote aus anderen Bundesländern. Die Anwärter hätten sich neben Sachsen auch in anderen Bundesländern beworben. Im kommenden Jahr, so Weichelt, müssen mindestens 1.000 ausscheidende Lehrkräfte durch neue ersetzt werden. Auch steigende Schülerzahlen machen die Einstellung neuer Lehrer notwendig.

Die ersten Zusagen kommen demnächst

Wie das Kultusministerium mitteilte, werden in den nächsten Tagen die ersten 100 Stellen vergeben. Diese erhielten vor allem Pädagogen, die außer Konkurrenz stünden. Kriterien dafür können beispielsweise die Qualifikation oder eine außerordentliche Interessensbekundung sein. Bevorzugt würden vor allem Lehrer, die in Grund-, Förder- und Oberschulen tätig werden sowie Pädagogen, die im ländlichen Raum unterrichten wollen. Der Sächsische Lehrerverband fordert eine möglichst baldige Stellenvergabe, um die Qualität des Sächsischen Schulsystems zu sichern.

Lisa Peter im Gespräch mit Jens Weichelt
 

 

 

 

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Lisa Peter
06.05.2014 - 19:38