Jahresrückblick 2020: Musik

Die 20 besten Alben 2020

20 aus 2020: Die mephisto 97.6-Musikredaktion hat die besten Alben des Jahres auserkoren.
Wir stellen vor: Unsere Top-Alben des Jahres

Den Podcast mit Beiträgen zur Top 10 unsere Liste findet ihr hier:

20. Matt Berninger – Serpentine Prison 

Nach insgesamt acht Alben und beeindruckenden zwei Jahrzehnten mit seiner Band The National hat Matt Berninger Fans und Liebhaber*innen guter Musik dieses Jahr mit seinem ersten Soloalbum gesegnet. Ja gesegnet, denn „Serpentine Prison“ ist eine wahrscheinlich schöne Platte zum Dahinträumen, wohligen Einkuscheln auf wahlweise Couch oder Bett beziehungsweise zum heimlichen (oder auch offenen!) Tränenvergießen. Warme, ruhige Stücke sowie Berningers bestechend schöner Bariton zeichnen das Album aus, die Texte sind voll Melancholie, Selbstzweifel und Intimität. Ein Album zum (Ver)lieben. 

Nele Rebmann

19. Pauls Jets - Highlights zum Einschlafen

Was wäre eine Mephisto 97.6- Bestenliste ohne wenigstens einen österreichischen Indie-Act? Dieses Jahr hat es das Trio Pauls Jets geschafft unsere Herzen höher, und manchmal auch etwas langsamer schlagen zu lassen. Mit der vielseitigen Instrumentierung auf ihrem zweiten Album „Highlights zum Einschlafen“ präsentieren sie modernen und durchdachten Indie-Pop. Mit einem nicht zu bestreitenden Schlagereinschlag stimmen sie aber doch nostalgisch und lassen uns nach Zeiten sehnen, als dieses Genre nicht atemlos durch die Nacht jagte, sondern naiven, leidenschaftlichen und manchmal melancholischen deutschen Chanson meinte. Eine gewisse Naivität lässt sich nämlich auch nicht der Stimme und den Texten Pauls Jets absprechen- wer in diesem Jahr einen Song mit der Textzeile „2020 war ein schönes Jahr“ (Trap Band) veröffentlicht, der ist entweder ganz schön blauäugig oder ganz schön mutig. Auf Pauls Jets passt beides. 

Theresa Graf

18. Lord Folter – 1992day

Lord Folter gilt in der Szene eher noch als Geheimtipp. Auf seinem zweiten Album „1992day“, das im August erschienen ist, wirkt vor allem der Sound um einiges besser durchdacht, als auf den vorherigen Platten. Eins ist jedoch gleich geblieben: sowohl die Texte als auch die Beats sind immer noch genau so düster, wie man es vom Lord kennt.

Emma Dressel

17. Thundercat - It Is What It Is

Das Thundercat mit „It Is What It Is“ genau den Zeitgeist dieses Jahres trifft, war bei der Produktion des Albums wohl noch nicht abzusehen.  Mit seiner existenzialistischen Introspektive und seinem funkig-jazzigen Sound macht „It Is What It Is“ nachdenklich, ohne dabei die richtige Menge an Humor zu vergessen - und Thundercat schafft so mit seinem vierten Studioalbum und ganz viel Bass einen passenden Soundtrack zur allgemeinen Ungewissheit der letzten Zeit. 

Henriette Seifert

16. Emmy The Great - April / 月音 

 „April/月音“ ist eine Hommage an ein heiteres, sorgenfreies Hongkong – denn genau so hat Emmy The Great ihre Geburtsstadt in den letzten Jahren wahrgenommen. Bevor die Stadt von Aufständen und einer Pandemie erschüttert wurde, bereiste die chinesisch-englische Singer-Songwriterin immer wieder Hongkong, um sich mit diesem Teil ihrer Herkunft auseinanderzusetzen. Sie befasst sich mit chinesischer Mythologie, probiert sich an buddhistischen Klangschalen und Trommeln aus und singt hin und wieder auf Kantonesisch. Textlich ist das Album gewohnt stark, musikalisch aber deutlich verspielter als seine Vorgänger – ohne dabei an dem Selbstbewusstsein einer Emmy-The-Great-Platte zu verlieren. So betrachtet „April/月音“ Hongkong durch die Linse einer Teilzeit-Touristin: Vertraut und zugetan, aber trotzdem distanziert und neugierig genug, um immer wieder über etwas zu staunen. 

Ariane Seidl

15. Moses Sumney - græ

Mit seinem Doppelalbum „græ“ hat sich Moses Sumney nun endgültig als Ausnahmekünstler zu erkennen gegeben. Nicht nur der feinabgestimmte Genremix, der von Jazzelementen über Singer-Songwriting zu Ambient führt, macht die Platte zu einem musikalischen Schmuckstück. Es ist viel mehr Sumneys Person selbst, die „græ“ den besonderen Tiefgang verleiht. Ein 29-Jähriger, dessen Obsession mit dem Alleinsein zur authentischen Quelle der Inspiration wird. Denn darum geht es auf „græ“: um Isolation, Einsamkeit, Verfall und Vorurteile. Verkörpert werden diese Themen in Sumneys einmaliger Stimme: mal zärtlich flüsternd, dann wieder durchdringend im Sopran. Am Ende steht ein Album, das so berührend wie persönlich ist und durch seine Vielschichtigkeit überzeugt. Zwei mal hören lohnt sich hier auf jeden Fall. 

Hannan El Mikdam-Lasslop

14. CHIKA - Industry Games

Künstler*innen, die rappen und singen können, gibt es im Hip-Hop eher selten. Doch CHIKA beweist uns mit ihrem Debütalbum „Industry Games“ genau das - geile Flows und eindringliche Texte, sowie ihr Talent, die Hooks mal eben selber zu singen.
Jeder ihrer Songs ist gespickt mit instrumentalen Stimmungswechseln und vielfältigen Raptechniken, welche diesem Album eine extra Portion Charakter verleihen. CHIKA präsentiert sich nicht nur als die selbstbewusste Newcomerin aus Alabama, sondern zeigt auch in Liedern wie „On My Way“ ihre verletzliche und ehrliche Seite.
Ein kleiner Lichtblick für den Winter: CHIKA droppt regelmäßig neue Tracks.

Frauke Ott

13. Douglas Dare - Milkteeth

“Milkteeth” ist in vielerlei Hinsicht ein Bruch für Douglas Dare. Auf seinen vorherigen Alben gab er sich sehr düster und melancholisch, sein brillantes Klavierspiel wurde immer wieder von elektrischen Elementen durchbrochen. Auf “Milkteeth” stellt Dare mit der Autoharp ein neues, eher ungewöhnliches Instrument in den Fokus und klingt fast schon hoffnungsvoll. Die Platte ist im Grunde ein Konzeptalbum über seine Kindheit und dadurch sehr persönlich. Gleichzeitig wird Dare nahbar, denn seine Texte sind auf den ersten Blick leicht zugänglich und offenbaren erst beim mehrfachen Hören ihre tiefer liegenden Ebenen. Mit “Milkteeth” hat Douglas Dare ein Album geschaffen, das mit seiner musikalischen Schönheit in den Bann zieht und dessen Texte einen noch lange nach dem letzten Song nicht loslassen.

Charlotte Peters

12. Mura Masa – R.Y.C.

Der auf der Kanalinsel Guernsey geborene Produzent und Songwriter Alex Crossnan, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mura Masa, ging 2020 mit seinem zweiten Album ein echtes Wagnis ein. Anstatt dem Stil seines erfolgreichen Debüt-Albums mit housigem Elektro-Pop und Hiphop treu zu bleiben, schlug er auf „R.Y.C.“ einen neuen Weg ein. Für das sehr persönliche Album vermischte der 24-Jährige all die Stile, die ihn in seiner Jugend begleitet hatten, in der neben elektronischer Musik auch Britpop und Postpunk eine große Rolle spielten. So verquirlt er auf „R.Y.C“ Gitarren-Klänge mit elektronischen Beats. Heraus kommt ein frischer, moderner Sound, der auch dank der bunten Liste junger Feature-Gäste unglaublich abwechslungsreich bleibt. Von melancholischem Bedroom-Pop bis hin zu treibenden Postpunk-Songs und Dancefloor-Hymnen ist hier alles dabei. So wird das Album auch inhaltlich seinem Titel gerecht: „R.Y.C“ steht für „raw youth collage“ und bildet mit seinen vollkommen unterschiedlichen Klängen und Stimmungen die verschiedenen Facetten moderner Jugend einprägsam ab; Depression trifft auf Widerspenstigkeit, Hoffnungslosigkeit auf Aufbruchsstimmung.

Martin Pfingstl

11. Declan McKenna - Zeros

"Zeros“ soll ein Album für die Außenseiter der Gesellschaft sein. Für die, die viel zu sagen haben, aber nicht ernst genommen werden. Aber zu sagen, dass Declan McKenna ein weiteres Album für „Fridays For Future“-Aktivist*innen und traurige Teenager geschrieben hätte, würde „Zeros“ nicht gerecht werden. Sein zweites Album klingt reif und verspielt zugleich, mit einem Sound, der mal an die Arctic Monkeys und mal an David Bowie erinnert. Vom musikalischen Weltall aus, bricht er die Probleme unserer Zeit (Klimawandel, Socia Media & Co.) so herunter, dass sie uns wieder nah sind. Nicht zu lehrhaft, und doch bleiben sie hängen. Das mag auch daran liegen, dass auf „Zeros“ ein Single-Highlight das nächste jagt. 

Marie Jainta

10. Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters

Unangefochtener Kritikerliebling 2020 war Fiona Apple. Mit ihrem ersten Album seit acht Jahren bewies die US-amerikanische Singer/Songwriterin, dass sie zu den ganz Großen ihrer Zunft gehört. Kein Album klang 2020 so wie „Fetch the Bolt Cutters“. Der experimentelle, Percussion-lastige Sound wirkt stellenweise schroff und abweisend und steht im Kontrast zu Apples virtuosem Klavierspiel. Die Melodien entziehen sich konventioneller Pop-Strukturen und bleiben so unvorhersehbar. Dass „Fetch the Bolt Cutters“ trotzdem zu den großen Pop-Alben des Jahres zählen darf, liegt aber Fiona Apples Stimme. Die thront majestätisch über jedem noch so rumpeligen Instrumental und fordert die komplette Aufmerksamkeit des Publikums, so dass rein passives Hören unmöglich wird. Spielend wechselt sie zwischen leisen und lauten Tönen, vermittelt so ihre intimsten Gefühle und scheut auch vor Themen wie Missbrauch und geistiger Gesundheit nicht zurück. Der Titel „Fetch the Bolt Cutters“ (dt.: „Holt die Bolzenschneider“) dient als Metapher für das Befreien aus alten Strukturen. Fiona Apple ist der Befreiungsschlag 2020 gelungen.

Martin Pfingstl 

"Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters": Ein Beitrag von Martin Pfingstl
"Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters": Ein Beitrag von Martin Pfingstl   

9. Megan Thee Stallion - Good News

Megan Thee Stallion ist momentan eine der Speerspitzen des US-Raps. Auf ihrem Album "Good News" beeindrucken insbesondere ihre ausgelassenen, sex- und körperpositiven Texte. Dabei wird sie von namhaften Feature-Gästen unterstützt. Neben mehreren Größen aus dem Rap-Game wie DaBaby und Young Thug hat sogar Beyoncé einen Gastauftritt. Megan Thee Stallion zelebriert auf „Good News“ ihren Erfolg und ihr Standing – und zeigt, dass nicht jedes gute Album enormen inhaltlichen Tiefgang haben muss.

Bruno Richter 

"Megan Thee Stallion - Good News": Ein Beitrag von Bruno Richter
"Megan Thee Stallion - Good News": Ein Beitrag von Bruno Richter   

8. Haftbefehl - Das weisse Album

Haftbefehl ist endlich wieder zurück! Der Offenbacher Rapper erzählt auf seiner Platte „Das weisse Album“ sowohl Geschichten aus seiner Vergangenheit als auch aus seiner Gegenwart und kommt dabei immer wieder auf ein Thema zurück: Kokain mit allem was dazugehört. Das ist auf der einen Seite Exzess, Sex und Geld, viel gravierender aber hört man auf der anderen Seite Schmerz und Trauma aus Haftis heiserer Stimme.
„D.W.A“ klingt zu weiten Teilen düster und brutal, für die hemmungslos dröhnenden Beats von Producer Bazzazian sollte man sich deshalb besser gute Boxen besorgen. Zusammen mit einigen erlesenen Features gelingt Haftbefehl ein weiterer Meilenstein im deutschen Straßenrap.

Nelly Brändle

"Haftbefehl - Das weisse Album" - Ein Beitrag von Nelly Brändle
"Haftbefehl - Das weisse Album" - Ein Beitrag von Nelly Brändle   

 

7. Charli XCX - how i'm feeling now 

Wer in dieser Liste auf der Suche nach dem absoluten Zeitgeist-Album des Jahres ist, kann hier stoppen: „how i’m feeling now“ ist das Corona-Gefühlsupdate der britischen Popsängerin Charli XCX im April-Lockdown. Neben der auf der Platte beschriebenen Partysehnsucht und dem quarantäneverschuldeten Gefühlschaos ist die Platte auch musikalisch „state of the art“: So arbeiteten unter anderem PC-Music-Gründer A.G. Cook und 100-gecs-Mitglied Dylan Brady am Hyperpop-Sound des Albums.

Scott Heinrichs 

"Charli XCX - how i'm feeling now" - Ein Beitrag von Scott Heinrichs
"Charli XCX - how i'm feeling now" - Ein Beitrag von Scott Heinrichs   

6. Haiyti - SUI SUI

Gleich zwei Alben releaste Haiyti dieses Jahr. „SUI SUI“ erschien im Sommer und schafft es, eine Balance zwischen Pop und Rap zu finden. Zwischen tanzbaren Ohrwurmhits finden sich allerdings auch emotionalere Tracks, bei denen Haiyti ihren Zuhörern einen kleinen Einblick in ihre Persönlichkeit erlaubt.

Emma Dressel 

"Haiyti - SUI SUI" - Ein Beitrag von Emma Dressel
"Haiyti - SUI SUI" - Ein Beitrag von Emma Dressel   

5. All Diese Gewalt - “Andere”

Für sein neues Album „Andere” hat Max Rieger aka All diese Gewalt einfach mal alles anders gemacht. Während das vorherige Album eher seinem selbstgeschaffenen Genre „Drone-Pop“ entsprach, ist „Andere“ eine Bekenntnis zu Popmusik. Das klingt mal wie eine Verunstaltung des Genres, mal wie eine Liebeserklärung an dasselbe. Riegers Tracks sind so perfekt produziert, dass es fast gar nicht stört, dass seine Texte hin und wieder in Kitsch und Pathos abdriften. während „Andere“ verklingt, wird deutlich, dass Max Rieger sich aufmacht, eine Größe der deutschen Popmusik zu werden. Dass er das irgendwann sein wird, ob nun als Künstler oder Produzent, ist keine Frage mehr.

Charlotte Peters

"All diese Gewalt - Andere" - Ein Beitrag von Charlotte Peters
"All diese Gewalt - Andere" - Ein Beitrag von Charlotte Peters   

4. Tame Impala - The Slow Rush

Mit „The Slow Rush“ folgt Mr. Tame Impala, Kevin Parker, seiner Berufung zum Indiepop-Tausendsassa und präsentiert ein Album, das sich anfühlt wie ein Liebesgruß an die Geschichte der Popmusik. Aus der Zeit gefallene und doch zeitlose Synthies, Drumcomputer und Gitarren verschmelzen zusammen mit den Lyrics zu einer Vision von Zeit als einem unaufhaltsamen, langsamen Rausch. Vom Beachrave-Opener „One More Year“ über die zuckersüßen Popsongs „Instant Destiny“ und „Lost in Yesterday“ hin zur Stadionrock-Ballade „On Track“ - Kevin Parker lässt keine Formen und Farben aus, um seine Vision zu verwirklichen. Kleine Spielereien wie eingebaute Plattensprünge oder ein Song im Song sorgen dafür, dass sich das Album als Ganzes nicht anfühlt wie ein neues Release aus dem Jahr 2020, sondern eine Plattenkiste voller vergessener und nie veröffentlichter Hits aus vergangenen Jahrzehnten.

Lucas Schwarz 

"Tame Impala - The Slow Rush" - Ein Beitrag von Lucas Schwarz
"Tame Impala - The Slow Rush" - Ein Beitrag von Lucas Schwarz   

3. Rina Sawayama -SAWAYAMA

Mit ihrem Debütalbum „SAWAYAMA“ beweist Rina Sawayama, dass Pop mehr ist als Mainstream-Radio-Gedudel manchmal vermuten lässt. Eingehüllt in eine 2000er Soundästhetik, treffen großartige Hooks auf Einflüsse verschiedener Genres wie Rock oder Nu-Metal. In cleveren Texten spricht die Britin über persönliche Erfahrungen sowie Themen mit gesellschaftlicher Relevanz. So schafft sie mit „SAWAYAMA“ ein facettenreiches Album, das Popfans begeistern dürfte.

Lina Kordes

"Rina Sawayama - SAWAYAMA" - Ein Beitrag von Lina Kordes
"Rina Sawayama - SAWAYAMA" - Ein Beitrag von Lina Kordes   

2. Mac Miller - Circles

Mac Miller, der tragischerweise 2018 an einer Überdosis starb, hat mit seinem neuesten und letzten Album „Circles“ seiner musikalischen Karriere eine letzte, gelungene Wendung gegeben. „Circles“ zeichnet sich durch ruhigere Tracks aus, begleitet von melancholischen Beats, seiner Stimme, die den Niederschlagenheit spüren lässt, und langsamen Gitarren. Die Platte spielt mit Einflüssen aus Jazz wie in „Blue World“, aus Blues in „Everybody“ und RnB wie auf „Woods“. Ergreifende, emotionale Lyrics über das Leben mit seinen Depressionen machen das Album zu dem, was es ist – eins seiner Besten. Damit schließt sich der Kreis, so wie Mac Miller es beschrieb: Swimming in circles.

Lia Fuchs 

"Mac Miller - Circles": Ein Beitrag von Lia Fuchs
"Mac Miller - Circles": Ein Beitrag von Lia Fuchs   

1. Phoebe Bridges - Punisher 

Phoebe Bridgers wusste wie sich dieses Jahr anfühlen wird, bevor das Jahr überhaupt begonnen hatte. Denn „Punisher“ vertont, wie keine andere Platte, die anhaltende Unsicherheit und Traurigkeit und paart sie mit hoffnungsvollen Momenten und einer Prise persönlicher Apokalypse. Ihr zweites Album erzählt von Träumen, die mal wahr werden und mal nicht, von ermordeten Footballfans, nervigen Krankenwägen und dem vermissten Nazi-Nachbarn im Garten. Ihre markante, helle Stimme ist dabei genauso einfühlsam, wie die vorsichtige Instrumentierung, die an den richtigen Stellen Akzente setzt. Durch ihre schwarzhumorigen Anekdoten macht sie die eigentlich universellen Themen und Stimmungen auf „Punisher“ zu einem Gesamtwerk, dass so nur in ihrem Kopf entstanden sein kann.

Marie Jainta

"Phoebe Bridgers - Punisher": Ein Beitrag von Marie Jainta
Phoebe Bridgers - Punisher   

 

 

 

 

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Lia Fuchs, Scott Heinrichs
18.12.2020 - 19:16
  Kultur

Die Toplisten der Redakteur*innen

 

Ariane Seidl:

1. Emmy The Great - April / 月音

2. Phoebe Bridgers - Punisher

3. Grimes - Miss Anthropocene

4. Car Seat Headrest - Making A Door Less Open

5. Agust-D - D-2

 

Charlotte Peters:

1. Douglas Dare - Milkteeth

2. K.I.Z - Und das Geheimnis der unbeglichenen Bordellrechnung

3. Rina Sawayama - SAWAYAMA

4. All diese Gewalt - Andere

5. Fontaines D.C. - A Hero's Death

 

Emma Dressel:

1. Lord Folter - 1992day

2. Crack Ignaz - Sturm & Drang

3. Haiyti - SUI SUI

4. Juse Ju - Millenium

5. BHZ - Kiezromantik

 

Emma Lübbert:

1. Tame Impala - The Slow Rush

2. LGoony - Frost Forever

3. The Strokes - The New Abnormal

4. Flo Milli - Ho, why is you here?

5. Megan Thee Stallion - Good News

 

Frauke Ott:

1. CHIKA - INDUSTRY GAMES

2. Little Simz - Drop 6

3. Gabriels - Love and Hate in a Different Time

4. clipping. - Visions of Bodies Being Burned

5. Megan Thee Stallion - Good News

 

Hannan El Mikdam-Lasslop:

1. Moses Sumney - græ

2. Khruangbin - Mordechai

3. Die Wilde Jagd - Haut

4. Fenne Lily - Breach

5. Augustus Muller - Machine Learning Experiments

 

Lia Fuchs:

1. Giveon - take time

2. Berwyn - demotape/vega

3. 070 Shake - Modus Vivendi

4. Haiyti - SUI SUI

5. Childish Gambino - 3.15.20

 

Lina Kordes:

1. Rina Sawayama - SAWAYAMA

2. Pheobe Bridgers - Punisher

3. Jessie Ware - What's Your Pleasure?

4. Charli XCX - how i'm feeling now

5. Declan McKenna - Zeros

 

Lucas Schwarz:

1. Mac Miller - Circles

2. IDLES - Ultra Mono

3. Tame Impala - The Slow Rush

4. Haftbefehl - Das weisse Album

5. All diese Gewalt - Andere

 

Luis Weidler:

1. Matuê - Máquina do Tempo

2. Mac Miller - Circles

3. WizKid - Made in Lagos

4. Rico Nasty - Nightmare Vacation

5. Disclosure - ENERGY

 

Marie Jainta:

1. Phoebe Bridgers - Punisher

2. Declan McKenna - Zeros

3. Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters

4. Bright Eyes - Down in the Weeds, Where the World Once Was

5. Porridge Radio - Every Bad

 

Martin Pfingstl:

1. Mura Masa - R.Y.C.

2. Run The Jewels - RTJ4

3. Fiona Apple - Fetch The Bolt Cutters

4. Perfume Genius - Set My Heart On Fire Immediately

5. Amaarae - THE ANGEL YOU DON'T KNOW

 

Nele Rebmann:

1. Matt Berninger - Serpentine Prison

2. Megan Thee Stallion - Good News

3. Luciano - EXOT

4. Soko - Feel Feelings

5. Lucio101 - MITTENDRIN

 

Nelly Brändle:

1. Haftbefehl - Das weisse Album

2. Haiyti - SUI SUI

3. Dua Lipa - Future Nostalgia

4. Tame Impala - The Slow Rush

5. ETR - Hafenwind

 

Ruben Sträter:

1. The Spits - VI

2. Sleaford Mods - All That Glue

3. Pogendroblem - Ich – Wir

4. Loser Youth - Warum haust du dich selbst?

5. Chubby and The Gang - Speed Kills

 

Scott Heinrichs:

1. Charli XCX - how i'm feeling now

2. Helena Deland - Someone New

3. King Krule - Man Alive!

4. All diese Gewalt - Andere

5. Freddie Gibbs & The Alchemist - Alfredo

 

Theresa Graf:

1. Pauls Jets - Highlights zum Einschlafen

2. All diese Gewalt - Andere

3. Hinds - The Prettiest Curse

4. Pomme - les failles cachées

5. Porridge Radio - Every Bad

 

Wiebke Stark:

1. Kadavar - The Isolation Tapes

2. Viagra Boys - Common Sense

3. Hällas - Conundrum

4. Maggot Heart - Mercy Machine

5. Molasses - through the hallow