Olympia

Der Traum eines jeden Sportlers

Mit einer großen Eröffnungsfeier beginnen heute die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi. Mit dabei sind die weltweit besten Sportler. Die Herausforderung: Bestleistung auf Knopfdruck abliefern - wie bereitet man sich auf diesen Moment vor?
Die Olympischen Ringe

Leistungssport erfordert nicht nur Talent, sondern auch viel Disziplin und Training. Das folgt einem ganz bestimmten Muster und beginnt bereits mit dem Grundlagentraining, wird fortgesetzt im Aufbautraining und spezialisiert sich dann im Anschlusstraining. Die Sportler bei Olympia haben die höchste Stufe, das Hochleistungstraining, erreicht. Haiko Seidlitz ist Judo-Trainer am Olympiastützpunkt Leipzig und war auch selbst lange im Leistungssport aktiv. Somit hat er sich schon viel mit Wettbewerbssituationen befasst und weiß, dass unmittelbar vor dem Wettbewerb nur noch sehr wenig trainiert wird. Schließlich müsse der Sportler sich erholen, um sich auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren .

"Was für das Auto der Sprit ist, ist für den Menschen die Ernährung"

Aber nicht nur Training, auch die Ernährung entscheidet über die Leistungsfähigkeit eines Sportlers. Seidlitz ist sich sicher, schon wenige Chips am Abend würden sich am nächsten Tag beim Training bemerkbar machen. Disziplin beim Speiseplan ist aber nicht nur in der Wettbewerbszeit wichtig, sondern auch schon beim Muskelaufbau, schließlich ist hierzu viel Eiweiß notwendig. Abgesehen von der richtigen Ernährung muss ein Sportler aber auch beim Training  an die Grenzen gehen. Hierbei gilt die Regel, die Einheiten so intensiv wie möglich zu gestalten, gleichzeitig aber das Verletzungsrisiko gering zu halten. Schließlich ist ein gesunder Körper überhaupt erst Voraussetzung für die Teilnahme an Wettbewerben.

Olympia gibt Wettbewerbszyklus vor

Alle vier Jahre findet mit den Olympischen Spielen der sportliche Höhepunkt im Wettbewerbszyklus statt. Die Teilnahme an dem Ereignis ist der Traum eines jeden Sportlers, so Seidlitz. Darauf richtet sich die ganze Vorbereitung aus, die über die Jahre intensiviert wird und schließlich beim Wettbewerb ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Danach ist allerdings erst einmal wieder Urlaub und Entspannung angesagt. Dennoch wird auch in dieser Phase weitertrainiert, denn "das kann der Sportler gar nicht. Dafür hat er viel zu lange trainiert." Seidlitz bereitet gerade den Judoka Hannes Conrad auf die kommenden Wettbewerbe vor, der mit ein wenig Glück auf die Teilnahme an den nächsten Olympischen Sommerspielen hoffen kann. Sollte ihm das gelingen, wäre auch Haiko Seidlitz 2016 als Trainer in Rio de Janeiro dabei.

 

Trainieren für Olympia. Beitrag von Anna Vogel

 

 

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Anna Vogel
07.02.2014 - 11:14
  Sport