Interview

"Der Hut brennt überall"

... und genau darauf wollen sie mit ihrer Musik aufmerksam machen: Das Rap-Duo Reimteufel und Suncalina war bei mephisto 97.6 zu Gast und sprach mit uns über Kommerz, Ausländerfeindlichkeit und Stolpersteine.
Gäste
Suncalina und der Reimteufel zu Gast bei mephisto 97.6

Sie selbst bezeichnen ihre Musik als HipHop für Individualisten. Suncalina und der Reimteufel arbeiten schon seit zehn Jahren zusammen und betreiben gleichzeitig Abgrenzung und Offenheit: Abgrenzen wollen sie sich von bloßem Aggressions-HipHop ohne Aussage und stattdessen offen sein, wenn das darum geht, soziale Probleme anzusprechen und zu lösen. 

Sich politisch und sozial zu engagieren und das auch in ihrer Musik zu zeigen, ist den beiden Künstlern sehr wichtig. Vor allem bei aktuellen Problemen wie aufbrandender Ausländerfeindlichkeit sei es entscheidend, ein Gesicht zu zeigen und sich zu positionieren. Ihnen wurde bereits ein Preis für Demokratie und Toleranz von der Bundeszentrale für politische Bildung verliehen, der Reimteufel hat einen Song über Stolpersteine geschrieben. Er gibt allerdings auch zu, wie lang die Entstehungszeit dieses Textes währte, da er "weder plump noch emotional überladen" sein sollte. Er schreibt seine Doktorarbeit über jüdische Geschichte in Leipzig.

Der Reimteufel und Suncalina sind Freitagabend gemeinsam mit der thüringischen Band Kimkoi in der Villa Leipzig zu erleben, vorher haben wir sie uns für ein Interview geschnappt, das hier nachgehört werden kann:

 

Moderatorin Jessica Brautzsch im Gespräch mit dem Reimteufel und Suncalina
 
 

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Alexandra Huth
27.02.2015 - 16:39
  Kultur