GameCheck: Die Sims 4 An die Uni!

Der einfältige Studienalltag

Zwischen Lernen und Party machen ist das Unileben eine einmalige Erfahrung. Das wird besonders in den USA hochgehalten mit dem eigenen Campusleben und Vereinigungen. Davon hat sich die Sims 4 mit dem Erweiterungspack "An die Uni!" inspirieren lassen.
Zu den Spieltagen der Universitätsmannschaften feiern die Sims im Innenhof des Campus.
Zu den Spieltagen der Universitätsmannschaften feiern die Sims im Innenhof des Campus.

Das Leben eines Sims scheint sehr einfach: Als Kleinkinder lernen sie die Grundlagen des Lebens, dann geht es für die Kinder und Teenager an die Schule, als Erwachsene arbeiten sie und gründen eine Familie und irgendwann sterben sie. Diesen einfältigen Lebenslauf hat schon seit mehrern Sims Generationen die Erweiterung um Universitäten bereichert. Dort geht es für kurze Zeit mal nicht nur um Familie und lernen, sondern um Party und Freunde. "Sims 4: An die Uni!" verbindet das wilde Studierendenleben mit den eher langweiligen Pflichten der Studierenden.

Vor dem Studium

Mit dem neuen Laptop können die Sims von überall aus arbeiten.

Wie auch in den vorhergehenden Erweiterungen können sich Sims ab dem jungen Erwachsenenalter an der Universität einschreiben. Doch ganz so schnell geht das in "An die Uni!" nicht. Ganz im Sinne des Realismus müssen sich die Sims erst einmal bewerben und dann auf ihren Zulassungsbescheid warten. Grundsätzlich werden die Sims aber immer für die "normalen" Studienfächer zugelassen. Die beiden neuen Universitäten, die altbackene Brichester Universität und die moderene Foxbury Universität, bieten nämlich unterschiedliche Abschlüsse und Spezialabschlüsse an. Das erleichtert die Qual der Wahl, wo man seine Sims zur Uni schicken soll. Dank der Spezialabschlüsse kann man prinzipiell überall alles studieren, solange der Sim schon genug Fähigkeitspunkte gesammelt hat. Anders als in Sims 3 ist es möglich, zur und in der Universitätswelt zu reisen, so können die Sims jederzeit ihre Familie und Freunde daheim besuchen und auch an der jeweils andere Uni vorbeischauen.

Brichester und Foxbury teilen sich ein schönes Studierendenstädtchen mit einem kleinen Pub.

Den Sims steht eine Bandbreite von Studienfächern offen, von Literatur und Geschichte über Kommunikation bis hin zu Biologie ist vieles abgedeckt. Neu in der Erweiterung ist Robotik mit der neuen Robotikfähigkeit, mit der man Roboter herstellen kann. Das Studium ist in Kursen aufgebaut, zwölf muss man belegt haben, um einen Abschluss zu bekommen. Pro Semester, das eine Woche dauert, kann man maximal vier Kurse belegen. Allerdings sind die Sims schon mit drei Kursen überfordert und wer auch noch ein bisschen Unileben neben dem vielen Lernen haben will, sollte besser mit zwei Kursen vorlieb nehmen. Das zieht das Studium mit sechs Sim-Wochen allerdings ziemlich in die Länge und wird auf Dauer langweilig.

Studieren für eine Woche

Mit dem Rad kommen die Sims etwas schneller von A nach B.

Das Studium unterscheidet sich von Studiengang zu Studiengang kaum. Man besucht zwei bis drei Vorlesungen pro Kurs, macht dafür Aufgaben, schreibt eine Prüfungsarbeit am PC oder hält eine Präsentation, die man davor vorbereiten muss. Der einzige Unterschied ist die verschiedenen Fähigkeiten, die man im Studium aufbaut. Während eine gute Note bei den Prüfungsleistungen relativ einfach erreicht werden kann, ist das Besuchen der Veranstaltungen schon wesentlich schwerer. Zwar müssen die Sims immer in das selbe Gebäude, aber man kann sie selbst nicht frühzeitig zu ihren Veranstaltungen schicken, die nur 90 Simminuten gehen. Oft schickt das Spiel die Sim rechzeitig hin, manchmal klappt das aber nicht und so verpassen die Sim fast die ganze Vorlesung.

Studentische Vereinigungen, Stipendien und Jobs

Zum Unistolz gehört auch der ein oder andere Streich bei den Rivalen.

Außerhalb des vielen Lernens beginnt das eigentliche Studierendenleben. Die Unis bieten verschiedene Vereinigungen wie Debattierclubs und Lerngruppen an, denen die Sims beitreten können. Die treffen sich mehrmals die Woche und haben verschiedene Ziele, die ein Mitglied erfüllen kann, um im Rang zu steigen. Wirklich interagiert wird bei den Versammlungen kaum und so ist es mehr ein stumpfes Abarbeiten der Ziel-Liste. Außerdem können Sims einer Sportmannschaft beitreten, wenn sie ein Sport Stipendium erhalten, ist das sogar Pflicht. Ähnlich ist es für das eSport Stipendium, für das der Sim nicht nur regelmäßig ein Videospiel, sondern auch unter der Woche täglich zum Training muss. Für die Zeit, die die Sims für das Stipendium investieren müssen, lohnt sich das Geld allerdings kaum. Dafür können Sims nun Gelegenheitsjobs annehmen. Indem sie eine kleine Aufgabe an einem Tag erledigen, bekommen sie ein wenig Geld. Auf lange Sicht zahlt sich das Studium aber aus: Mit dem Abschluss in der Tasche können Sims nicht nur die bisherigen Karrieren verfolgen, sondern auch neue Karrieren einschlagen im Ingenieurwesen, Bildungswesen und im Recht. Mit einem Speziabschluss steigen sie sogar auf einem höheren Level im Beruf ein.

Fazit

Mit dem Erweiterungspack "An die Uni!" bringt die Sims 4 eine lang ersehnte Ergänzung zum sonstigen Simsleben. Obwohl die Vereinigungen eine nette Idee sind, läuft das Studium schnell auf das repetitive Erfüllen von Aufgaben hinaus. Über den langen Zeitraum von mehreren Sim Wochen macht das schnell keinen Spaß mehr. Dennoch sind über die Erweiterung schöne neue Objekte ins Spiel gekommen sowie neue Karriereoptionen, die auch außerhalb der Universität interessant sind. Wer sich also viel abwechslungsreiches, wildes Studierendenleben gewünscht hat, wird von der Erweiterung eher enttäuscht sein.

Der Trailer zum Spiel:

 

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Laura Kreuzhage
02.01.2020 - 13:43
  Games

Die Sims 4: An die Uni

Plattform: PC, PlayStation 4, Xbox One

Entwickler: Maxis

Herausgeber: Electronic Arts