US-Präsidentschaftswahl

Demonstration gegen Trump in Leipzig

Nicht nur in den USA formiert sich Widerstand gegen die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten. Am Dienstagabend protestierten rund 50 Demonstranten vor dem US-Konsulat in Leipzig.
Diese Demonstrantin hält nicht viel von Donald Trump.

Eine Woche nach der Präsidentschaftswahl in den USA gehen in Amerika immer mehr Demonstranten auf die Straße. Sie werfen dem republikanischen Wahlsieger Donald Trump Rassismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit vor. Auch in Leipzig regt sich nun Widerstand gegen den künftigen Präsidenten. Unter dem Motto „Stand Up! Leipzig Against Trump“ protestierten am Dienstagabend etwa 50 Demonstranten vor dem US-Generalkonsulat in Leipzig.

Neben kurzen Redebeiträgen der Initiatorinnen Nele Kress und Kate Tyndall sowie einer Vertreterin des Aktionsbündnisses „Leipzig nimmt Platz“ kamen auch die Demonstranten selbst zu Wort. Vor allem zahlreiche US-Amerikaner nutzten die Möglichkeit, am offenen Mikrofon das Wahlergebnis in ihrer Heimat zu kritisieren und vor dem zunehmenden Erfolg rechtspopulistischer Parteien in Europa zu warnen.

Donald Trump hat seine Meinungen über Frauen und Minderheiten überaus deutlich gemacht. Auch wenn dies ein Thema ist, das mich persönlich betrifft, denke ich, dass es die ganze Welt beeinflussen wird. Daher hoffe ich, dass wir mit unserer Demonstration die weltweite Solidarität unterstützen können.

Kate Tyndall

Die Organisatorinnen wollten mit der Demonstration vor allem ihre Solidarität mit Protestierenden in USA bekunden. Gesellschaftliche Werte wie Offenheit, Toleranz und Gleichberechtigung in Europa müssen ihrer Ansicht nach auch in Europa gegen den drohenden politischen Rechtsruck verteidigt werden.

Da der US-amerikanische Generalkonsul Scott R. Riedmann am Dienstag selbst nicht in Leipzig war, wollte sich das US-Generalkonsulat noch nicht zu der Demonstration äußern.

mephisto 97.6 Reporter Thomas Tasler war vor Ort bei der Demonstration dabei und berichtet:

mephisto 97.6 Reporter Thomas Tasler war bei der Anti-Trump-Demo vor Ort
 

 

 

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Thomas Tasler
17.11.2016 - 19:15