Erneute Randale

Deeskalation durch Stärke?

Zerbrochene Fenster und brennende Barrikaden: Auf den erneuten Gewaltausbruch mit Verbindungen zur linken Szene reagiert die Leipziger Polizei mit einer Sonderkommission. Autonome könnten diesen Schritt als Provokation verstehen, warnen Experten.
Linksautonome
Laut Verfassungsschutz ist in Leipzig die größte Gruppe Linksautonomer Deutschlands vorhanden.

Leipzig und die linke Subkultur passen zusammen. Im Gegensatz zu anderen Großstädten prägt sie das Straßenbild mit und stellt sich rechten Tendenzen in der Gesellschaft entgegen. Jedoch häufen sich Gewaltausbrüche und Sachbeschädigungen der Linksautonomen und Extremen.

Redakteur Paul Schumacher im Gespräch mit Verfassungsschützer Martin Döring.
Linke Szene

Nach anfänglichen Spekulationen bestätigte sich dieser Verdacht auch für die Randale rund um das Bundesverwaltungsgericht am vergangenen Freitag.

Moderator Florian Zinner und Redakteurin Charlotte Schulze zum Erkenntnisstand am 08. Juni.
Deeskalation durch Stärke?

Es ist der fünfte Vorfall in diesem Jahr. Die Leipziger Polizei reagiert darauf mit einer Sonderkommission "Johannapark". Zusammen mit dem Verfassungsschutz soll die gewaltbereite linke Szene unter genaue Beobachtung gestellt werden, ähnlich dem rechten Gegenpart. Experten bezweifeln jedoch, ob mit diesem Schritt der Gewalt ein Ende gesetzt werden kann. Verstärkte Polizeipräsenz ersetze den nötigen Dialog nicht, so der Leipziger Extremismusexperte Prof. Dr. Gert Pickel.

Redakteur Paul Schumacher im Gespräch mit Prof. Dr. Pickel.
Gert Pickel

 

 

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Paul Schuhmacher, Paul Hildebrand
09.06.2015 - 20:10