Asylpolitik in Leipzig

"Das sind einige aufgebrachte Bürger"

Neues Jahr, aber alte Probleme: Der Protest gegen das Winterquartier in Schönefeld bricht nicht ab. 2014 wird Leipzig neue Asylbewerber aufnehmen - auch ein Erstaufnahmeheim ist in der Diskussion.
Hassan Zeinel Abidine, Vorsitzender des Migrantenbeitrags der Stadt Leipzig.

Seit Ende letzten Jahres ist das Asylbewerberheim in Schönefeld im Gespräch. Zuletzt beschwerten sich Eltern über den Besuch ihrer Kinder im Unterricht in der gegenüberliegenden Einrichtung. Im Anschluss gründete sich die Initiative "Leipzig steht auf". Für den 03.02.2014 ist ein erneuter Protest direkt vor dem Asylbewerberheim in Schönefeld geplant. Ein Gegenprotest, unter anderem unterstützt durch Die Linke, wurde auch schon auf die Beine gestellt.

Laut Information des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge steigt die Zahl der Asylbegehrenden dieses Jahr auf 140.000 und 20.000 Folgeantragstellern in Deutschland. Auf den Freistaat Sachsen entfallen davon etwa 8000 Personen. Die Stadt Leipzig wird insgesamt rund 1000 von ihnen aufnehmen. Ebenso ist ein neues Erstaufnahmeheim in Leipzig als Zweigstelle zu Chemnitz geplant, jedoch fehlt zurzeit eine passende Immobilie.

 

Über die aktuelle Lage der Asylbewerber in Leipzig sprach mephisto 97.6-Reporter Orchan Ali-sade im Interview mit Hassan Zeinel Abidine
 

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Orchan Ali-sade
09.02.2014 - 10:38