Gespräche auf dem Roten Sofa

Wie in einer Wunderkammer

Der österreichische Autor Clemens J. Setz spürt auf, forscht nach, macht sich Gedanken. Beispielsweise was uns daran hindert, große Liebhaber zu sein, wie die Evolutionstheorie in der Praxis aussah und ob ein Blitz wirklich bis ins Herz trifft.
Clemens Setz im Gespräch mit Moderatorin Kathleen Kühn auf dem Roten Sofa

Zur diesjährigen Buchmesse erscheint der neue Gedichtband  "Die Vogelstraußtrompete" von Clemens J. Setz. bei Suhrkamp. Wie in einer Wunderkammer bringt er seine Forschungsobjekte und Fundstücke darin zusammen.

Als Leser wundert man sich mit ihm. Man nimmt teil an seinen Expeditionen ins Fragwürdige, Alltägliche oder auch Unheimliche. So wie Setz sich Zeit nimmt, seine Relikte und Unikate aufzuspüren, gesteht er dieses auch seinen Lesern zu. Er gibt Raum, seine Verse wirken zu lassen. Das stellt einfühlsame Nähe, wie auch Freiheit, zu seinen Gedichten her.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Setz für seine Bücher bisher zahlreiche Preise und Nominierungen erhalten hat. 2001,  beispielsweise, erhielt er für seinen Erzählband "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" den Preis der Leipziger Buchmesse. Mit dem Roman "Indigo" stand er auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2013 wurde er mit dem Literaturpreise der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Clemens J. Setz studierte Mathematik und Germanistik. Er lebt und arbeitet als Schriftsteller und Übersetzer in seiner Geburtsstadt Graz.

 

Autor Clemens J. Setz im Interview mit Kathleen Kühn
Setz

 

 

 

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