Passagenfest

Bunt und belebt

Die zahlreichen Passagen in der Innenstadt machen Leipzig einzigartig. Am kommenden Freitag lädt das alljährliche Passagenfest zu einem vielfältigen Programm in die Leipziger Hallen, Höfe und Durchgänge ein.
Mädlerpassage von Innen
Die Mädlerpassage

Im Sommer sind sie angenehm kühl und im Winter bei Schnee und Regen perfekt zum Shoppen. Leipzigs Passagen ziehen sich wie ein Netz durch die gesamte Innenstadt und sind mit ihren besonderen Architekturen und Baukünsten deutschlandweit einzigartig. 

Petersbogen

Manche Passagen, wie beispielsweise die Mädlerpassage, gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten - dementsprechend historisch sehen sie aus. Andere, wie die Höfe am Brühl oder der Petersbogen, sind erst wenige Jahre alt und spiegeln einen modernen Stil wider. Eins haben sie alle gemeinsam: Sie gehören zu den 30 Passagen der Leipziger Innenstadt. 

 

Jedes Jahr am ersten Freitag im September findet das Leipziger Passagenfest statt. Daran beteiligen sich elf Passagen mit 400 Geschäften und bieten ein buntes Programm. Die Geschäfte haben an diesem Tag bis Mitternacht geöffnet. Dieses Jahr findet das Fest zum siebten Mal statt.

Buntes Programm

Am Freitag, den 02. September wird das Passagenfest um 18 Uhr auf dem Naschmarkt an der Handelsbörse eröffnet. Vor und in den Passagen werden zahlreiche Künstler auftreten, darunter Musiker aus unterschiedlichen Musikrichtungen, Straßenkünstler und Tänzer. Jede Passage hat dabei ihr eigenes Thema. Außerdem kann man halbstündlich an kostenlosen Führungen teilnehmen. Treffpunkt dafür ist der Markt. Beendet wird das Passagenfest kurz vor Mitternacht mit einem musikalischen Umzug.

Was genau das Bummeln in den Leipziger Passagen so besonders macht und wieso sich ein Galerist ganz besonders auf das Fest freut:

mephisto 97.6 Redakteurin Lea Schröder war in Leipzigs Passagen unterwegs.
 

Kleine und große Passagen

Die Mädler Passage macht auf Anhieb einen sehr majestätischen Eindruck. Viele teure Boutiquen und exquisite Lebensmittelgeschäfte sind hier zu finden. Geschichtlich geprägt ist die Passage durch Goethes Studentenlokal Auerbachskeller.

Kleines Joachimsthal

Das kleine Joachimsthal ist anders als die große Mädler Passage eine recht kleine unbekannte Passage und liegt ganz versteckt in der kleinen Fleischergasse. Dort ist die Wenzel Prager Bierstube mit tschechisch-böhmischer Küche zu finden. In unmittelbarer Nähe in der Hainstraße ist sogar ein großes Joachimsthal zu finden. Der Name Joachimsthal stammt von einem früheren Silberbergwerk. Ein Leipziger Silberhändler namens Bauer brachte damals das Silber aus Joachimsthal in seine Silberbörse nach Leipzig, das heutige große Joachimsthal. Der Sohn des Silberhändlers Bauer eröffnete einige Jahre später im heutigen kleinen Joachimsthal seinen eigenen Silberhandel - deshalb auch die Bezeichnungen großes und kleines Joachimsthal.

 

 

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Sarah Maria Ziewitz
25.08.2016 - 19:47
  Kultur