Stadtentwicklung

Brüssel hilft dem Leipziger Westen

Die EU greift Leipzig finanziell unter die Arme: Über eine Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond sollen eine "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung" unterstützen. Mit den Geldern werden Projekte im Leipziger Westen gefördert.
Auf das Bevölkerungswachstum muss die Stadt mit dem Ausbau von Infrastruktur und Wohnraum reagieren.
Auf das Bevölkerungswachstum muss die Stadt mit dem Ausbau von Infrastruktur und Wohnraum reagieren.

Auch wenn die Schätzungen für die Bevölkerungsentwicklung in Leipzig teils weit auseinander liegen, steht fest: Die Messestadt wächst und muss investieren. Dabei hilft die Europäische Union mit Fördermitteln in Höhe von über 1,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland. Mit den Mitteln soll eine nachhaltige soziale Stadtentwicklung gefördert werden. Zu den Einsatzmöglichkeiten zählen unter anderem Vorhaben von Bildungseinrichtungen und Sportvereinen. Die Gelder fließen überwiegend in Projekte im Westen Leipzigs der, so Innenminister Ulbig, einiger Förderung bedarf:

Das Gebiet gilt zwar als Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft. Zugleich gibt es soziale Probleme. Viele Menschen erhalten Grundsicherungsleistungen.

Markus Ulbig, CDU-Innenminister Sachsen

Von 2014 bis 2020 kann Sachsen 663 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds verteilen.

Über eine Millionen davon übergab Sachsens Innenminister Markus Ulbig heute Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Über eine Millionen davon übergab Sachsens Innenminister Markus Ulbig heute Oberbürgermeister Burkhard Jung. Welche Projekte werden damit gefördert? mephisto 97.6-Redakteurin Nina Ulke im Gespräch mit Moderator Magnus Folten: 

Reporterin Nina Ulke war bei der Übergabe der 1,3 Millionen Euro Fördermittel vor Ort und berichtet im Gespräch mit Moderator Magnus Folten
0806 SG Übergabe Fördermittel

Impulsgeber oder Leuchtturmprojekt?

"Ich wage keine Prognose mehr" sagte der Leipziger Soziologe Dieter Rink vor zwei Jahren in einem Interview mit der LVZ zum Wachstum der Stadt.

Wächst Leipzig also unberechenbar? Dieter Rink, stellvertretender Leiter des Department Stadt- und Umweltsoziologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, hat sich mit den Herausforderungen der Zuwanderung, denen sich Leipzig  gegenüber sieht, beschäftigt.

Im Gespräch mit Moderator Magnus Folten erklärt er, was die größten Herausforderungen für die Stadt seien und wie mit ihnen umgegangen werden kann:

Moderator Magnus Folten im Gespräch mit Dieter Rink über die Stadtentwicklung Leipzigs
0806 IV Rink stadtentwicklung

 

 

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Leipzigs Wachstum bietet reichlich Diskussionsstoff. Stichworte wie Nachhaltigkeit, Bürgerbeteiligung oder Chancengleichheit sind am 20. Juni Stichworte einer Diskussionsveranstaltung der Initiative "Leipziger Agenda 21".