Musikverlag

Breitkopf & Härtel verlässt Gründerstadt

Komponisten brauchen Musiker, die ihre Musik spielen. Musiker brauchen Noten, und diese Noten werden von Musikverlagen herausgegeben. Leipzig als Musikstadt müsste deshalb eigentlich ein blühendes Pflaster für Musikverlage sein. Und trotzdem...
Ein Requiem für Breitkopf & Härtel

Zur Buchmesse wurde bekannt gegeben, dass die Leipziger Zweigstelle des Verlags Breitkopf & Härtel demnächst schließt; das Leihmaterial wandert nach Taunusstein. Grund dafür sind finanzielle Engpässe: Offenbar brachte der Standort Leipzig nicht genug Gewinn. Doch selbst wenn dem so ist - kann es dem Verlag nur um wirtschaftliche Interessen gehen? Leipzig wartet mit einer reicheren Musiktradition auf als der aktuelle Hauptsitz Wiesbaden. Noch dazu wurde der Verlag 1719 - also vor fast 300 Jahren - in Leipzig gegründet. Erst 1945 zog der Hauptsitz um. Nicht zu vergessen die persönlichen Kontakte zu zeitgenössischen Komponisten und Ensembles, die durch die Auflösung wegbrechen. Mit seiner Entscheidung gefährdet der Verlag nicht nur den Ruf Leipzigs, sondern auch seinen eigenen.

Ein Kommentar von Ulrike Hönig zur Auflösung der Zweigstelle in Leipzig
Kommentar zur Auflösung der Zweigstelle von Breitkopf & Härtel in Leipzig
 

Kommentare

Kommentieren