Das lange Interview mit Martin Becker

"Bin im Herzen irgendwo ein Tscheche"

Er schreibt Hörspiele, Bücher und sogar eine Operette. Er lebte in Bochum, Berlin und Prag, nennt Metropolen aber "Hipsterhochburgen". Warum bleibt er dann in Leipzig und wie bringt er seine Berufe unter einen Hut? m19 lernte Martin Becker kennen.
Martin Becker spricht schon vor der Sendung mit Moderatorin Lily Meyer über sein Buch

Romanautor und Literaturkritiker sind nur zwei der vielen Berufe von Martin Becker. Der Wahl-Leipziger produziert außerdem Features und Kommentare für den WDR und den Deutschlandfunk und hat auch schon das Libretto für eine Operette geschrieben. Zugegeben – nicht allein, sondern zusammen mit seinem Freund und Kollegen Jaroslav Rudiš. Doch der bestätigt Martin Beckers Vielseitigkeit:

"Martin kann wahnsinnig wild und sehr lang unterwegs sein! Und er kann nicht nur gut zuhören, sondern auch gut beobachten. Auch ganz wichtig: er kann sich aber auch berühren lassen und er hat auch einen wahnsinnig großen Romantiker in sich."

Geboren wurde Martin Becker 1982 im sauerländischen Attendorn. Zum Germanistik- und Philosophiestudium zog er zunächst nach Bochum; nach nur zwei Semestern aber weiter nach Leipzig, um Prosa und Dramatik am Deutschen Literaturinstitut zu studieren. Obwohl er Metropolen als "Hipsterhochburgen" bezeichnet, arbeitete er einige Zeit auch in Berlin und ist derzeit häufiger in Prag unterwegs. Denn der Hundeliebhaber hat ein Faible für die tschechische Kultur entwickelt:

"Ich mag die Leute sehr, sehr gerne und ihre Art, wie sie das Leben nehmen – was den Tschechen ja manchmal selber unglaublich auf die Nerven geht und dem ganzen Rest der Welt auch: Nämlich, dass man aus allem einen Witz macht, das man sich selber eigentlich niemals, zu keiner Zeit ernst nimmt."

m19 sprach mit Martin Becker über Literatur, Väter, den nicht vorhandenen Reiz des Landlebens und un-googlebare Namen.

 

Das lange Interview mit Martin Becker

Redaktion: Carina Fron, Theresa Seiter, Verena Ritter, Christine Warnecke

Das lange Interview mit Martin Becker

 

 

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Christine Warnecke
28.08.2014 - 15:38