Zerstörte Bundeswehr-Lastwagen

Bekennerschreiben aufgetaucht

Unbekannte haben in der Nacht von Montag zu Dienstag mehrere Lastwagen der Bundeswehr angezündet. Nun ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Nach Polizeiangaben war das Schreiben auf der Internetplattform «indymedia.org» zu sehen.
Polizei
Feuerwehr und Polizei

Linksautonome wollen die Lastwagen der Bundeswehr abgefackelt haben. Ein Bekennerschreiben tauchte auf der Internetseite indymedia.org auf. Die Botschaft lautet: Antifaschismus praktizieren. Genauer heißt es auf der Seite: „Was hier kaputt gemacht wird, kann woanders keine Menschenleben zerstören.“ Der Protest wendet sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr. Auf der Seite von indymedia wird zustimmend, aber auch kritisch kommentiert. 

Anschlag mit politischem Hintergrund

Fünf Fahrschullastwagen und ein Anhänger der Bundeswehr wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag in Brand gesetzt. Insgesamt standen auf dem Gelände einer Werkstatt nahe der Autobahn 14 acht Lkw in Flammen. Die Höhe des Schadens liegt im sechsstelligen Bereich. Das Operative Abwehrzentrum, das bei extremistisch motivierten Straftaten eingeschaltet wird, hat die Ermittlungen aufgenommen, die Polizei nehme die Sache ernst. Ein Polizeisprecher sagte, dass von einem politischen Hintergrund auszugehen sei.

Parallelen zu früheren Straftaten 

Indymedia.org sei der Polizei schon bekannt, es gebe Parallelen zu zwei früheren Brandanschlägen auf Autos des Ordnungsamtes sowie des Hauptzollamtes. Auch in diesen zwei Fällen hatten sich damals Linksautonome auf der Internetseite zu den Bränden bekannt. Im vergangenen Jahr hatte es mehrfach gewalttätige Ausschreitungen mutmaßlich linksextremer Gruppen gegeben. Im Dezember kam es am Rande einer Neonazi-Demonstration zu Krawallen. Vermummte warfen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei, nach deren Angaben wurden dabei mehrere Beamte verletzt und Dienstwagen beschädigt. 

 

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Hannah Burmeister, Alexandra Huth
09.03.2016 - 16:51