Trauerrituale in Deutschland

Am Ende geht's zum Leichenschmaus

Trauerrituale sind fest in der Gesellschaft verankert. Was macht diese Rituale aus? Und wieso flüchten wir uns in Krisensituationen so gerne in bekannte Handlungsabläufe? Wir haben nachgefragt.
Symbole - wie hier das Kreuz - spielen bei Ritualen eine wichtige Rolle

“Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub”, sagt der Pfarrer und wirft drei Schaufeln Erde auf den Sarg. Die Gäste tun es ihm einer nach dem anderen nach. Bereits seit Jahrhunderten laufen christliche Bestattungsriten nach dem gleichen Prinzip ab. In der katholischen Kirche hat der Ritus primär das Ziel, den Verstorbenen ins Jenseits zu geleiten. Trotzdem erfüllt er auch für die Trauernden einen bestimmten Zweck. Rituale geben Sicherheit, sagt Gert Pickel, Religionssoziologe an der Uni Leipzig. Es gehe immer darum, einen Übergang zu bewältigen. Immer mehr Menschen suchen diesen Trost inzwischen abseits der Kirche: Die Nachfrage nach nicht-religiösen Abschiedsritualen steigt. Seelsorgerin und Trauerbegleiterin Christine Ose hat die Erfahrung gemacht, dass auch im Alltag kleine Rituale helfen können, Trauer zu verarbeiten.

Franziska Sandkühler über den Sinn von Trauerritualen

Gert Pickel

Markus Scholz

Christine Ose

Trauerrituale

 

 

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Franziska Sandkühler
18.06.2014 - 11:37
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