MDR

Alles unter einem Dach

'MDR info' wird ab heute im Internet nur noch unter dem Namen 'MDR aktuell' zu finden sein. Genauso wie das Nachrichtenmagazin im MDR Fernsehen. Denn ab heute laufen alle Nachrichtenredaktionen unter dem gleichen Namen zusammen.
MDR Gebäude
MDR info heißt jetzt MDR aktuell

Crossmediale Arbeit

Bisher hat man bei dem Namen MDR aktuell immer an das Nachrichtenmagazin im Fernsehn gedacht oder an die Website der MDR Nachrichten. Ab heute wird auch der Radiosender MDR info unter dem Namen "MDR aktuell" zu hören sein. Auch MDR Figaro  wird umbenannt: MDR Kultur. Das soll die Zusammenarbeit und die Crossmedialtität von Radio, Fernsehen und Online fördern.

Allwissender Redakteur

Die Nachrichtenabteilungen aus Hörfunk, Fernsehen und Radio sollen verschmelzen und an einem Newsdesk zusammen sitzen. Die Nachrichtenaufbereitung für die drei Kanäle liefe schließlich ähnlich und so müssten sich nicht drei verschiedene Redakteure mit einem Thema für unterschiedliche Medien auseinandersetzen, erklärt Stefan Raue, Chefredakteur des MDR. Zu Stellenkürzungen soll es aber nicht kommen. Die Redakteure werden stattdessen vermehrt im Bereich Online eingesetzt, da der MDR in dieser Sparte personell nicht so gut aufgestellt sei wie im Hörfunk oder Fernsehen, so Raue weiter. Auch Prof. Dr. Steinmetz, der den Lehrstuhl für Medienwissenschaften und Medienkultur an der Universität Leipzig inne hat, hält das Modell des Allround-Readakteurs für mangelhaft. Schließlich könne man einem Redakteur nicht abverlangen, in jedem Bereich über ein hohes Niveau an Expertise zu verfügen. Darunter leide letzendlich auch die Qualität der Berichterstattung. 

mephisto 97.6 Redakteur Paul Schumacher weiß, wie MDR Chefredakteur Stefan Raue sich die Zukunft des MDR vorstellt und fasst zusammen:

Moderator Magnus Folten im Gespräch mit Paul Schumacher
 

Zukunft des MDR

Der neue Newsdesk des MDR wird in Leipzig eingerichtet. Am Standort seien schon gewisse Strukturen vorhanden, an welche man anknüpfen könne. Allerdings fehle es noch an Hörfunkstudios, um die crossmediale Arbeit aufzunehmen. In 2-3 Jahren rechnet man mit der Fertigstellung der neuen Studios. Bis dahin würde aber in vielen Bereichen schon die Umstrukturierung umgesetzt werden.

 

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Conny Poltersdorf
02.05.2016 - 21:52