Burschenschaften

Alles begann in Jena

Jeder Student hat schon mal von einer Burschenschaft gehört oder ein Mitglied getroffen. Einige sind oder waren aktive Burschenschaftler. Wie und wo hat das Ganze aber angefangen? Was waren damals ihre Vorstellungen und Ziele?
Das Haus der Leipziger Burschenschaft Germania
Das Haus der Leipziger Burschenschaft Germania

In der Zeit, an die sich keiner heutzutage erinnern kann, nämlich vor 200 Jahren war das universitäre Leben um einiges anders, als wir es heute kennen. Damals hatten nur Männer Zugang zu Universitäten und es entstanden Zusammenschlüsse von Studenten, um Kritik an der Politik zu äußern. 

Das Kalenderblatt von Redakteurin Eva Wittekind
 

Auch damals, im Jahr 1815, wurde in Jena die erste Burschenschaft gegründet. Gedacht war sie als ein Zusammenschluss vieler kleiner Landsmannschaften oder Studentengruppierungen, die sich durch ein straffes Reglement und eine verbindliche Zusammenarbeit charakterisierten. Die Jenaer Burschenschaft verstand sich als eine studentische Reformbewegung, die für ein vereintes Deutschland stand. Das Ziel eine übergreifende Organisation zu schaffen, wurde jedoch nicht vollständig erfüllt und auch nach dem Treffen im Gasthaus Grüne Tanne in Jena bestanden weiterhin weitere kleine Landsmannschaften.

Drei Jahre später entstand auch in Sachsen die erste Burschenschaft– die Leipziger Germania, eine konservative Gruppierung, die bis heute einige Studenten der Leipziger Universität zusammenbringt.  

 

Kommentieren