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Alle gegen RB

RB Leipzig, der Retortenclub der Zweiten Bundesliga, hat sich durch seinen Ligadurchlauf nicht nur beliebt gemacht. Die Kritik am Sponsor Red Bull bleibt. Und wird aggressiver: Jüngst durch die Kampagne "Nein zu RB".
RB Stadion
Die Kampagne 'Nein zu RB!' ruft dazu auf, nicht mehr zu den Spielen von RasenballSport zu gehen.

Es sind auch die Fans, die am durchlaufartigen Aufstieg von RasenBallsport Leipzig zu knabbern haben. Die Fans von Aalen, Aue, Ingolstadt. Fangruppierungen dieser und weiterer Vereine der zweiten Fußballbundesliga haben sich jetzt zusammengeschlossen. Ungewöhnlich, aber es geht schließlich um den Erzfeind RB.

"Nein zu RB!" heißt die Kampagne. Sie ruft Fans auf, Spiele von RasenBallsport zu boykottieren und nicht zu den Spielen zu erscheinen. Der Hersteller der berauschenden Brause aus Österreich solle sich doch bitte aus dem Deutschen Profifußball zurückziehen.

Kontra: Scheinheiligkeit

Bei den RB-Fans lächelt man nur: Die Kommerzialisierung des professionellen Fußballs in Deutschland ist nicht aufzuhalten. Die anderen Vereine würden es schließlich vormachen. Gerade bei jenen, die am lautesten kritisieren, sei eine gewisse Scheinheiligkeit zu beobachten.

Auch für das Spiel am kommenden Sonntag haben einige Anhänger des TSV 1860 München Proteste angekündigt: Dazu solle es einen Marsch geben. Oder eine Fahrt: Los geht es um 13 Uhr am Stachus, in der U-Bahn zur Allianz Arena solle dann lautstark gegen Kommerz im Fußball protestiert werden. Nicht nur ein Schelm dürfte hier anmerken, dass auch 1860 München tatkräftig finanziell unterstützt wird. Der "Löwenanteil" des Kapitals stammt von einem jordanischen Öl- und Immobilienunternehmer.

Öl gegen Taurinbrause – wird also immerhin ein schönes Energiederby am Sonntag geben. 

Moderatorin Isabelle Klein spricht mit Redakteur Florian Zinner über die Kampagne "Nein zu RB".
 

 

 

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Florian Zinner
08.08.2014 - 19:34
  Sport

Zweitligatabelle ohne die RasenBaller