Umwelt

Alarmierende Feinstaubwerte

Trockene Luft, zu viele Abgase und Sahara-Staub: Gut steht es laut aktueller Messwerte nicht um die Luft in Leipzig. Das Umweltamt wünscht sich deswegen mehr Unterstützung vonseiten der sächsischen Regierung.
Autoauspuff
Vor allem Autoabgase verschmutzen die Leipziger Luft.

Dass Leipzig das sächsische Problemkind ist, wenn es um das Thema Feinstaubbelastung geht, ist nichts Neues. Doch gerade in diesem Jahr scheint die Lage besonders ernst zu sein: Ein trockener Winter, zu wenig Regen, Sahara-Staub und generell eine sehr trockene Luft führen in Leipzig zu alarmierenden Feinstaubwerten. Und das trotz der eingeführten schärferen Umweltzonen – in Leipzigs Innenstadt darf man schließlich nur mit einer grünen Plakette verkehren.

Schon 2013 hat Leipzig als einzige Stadt Sachsens die erlaubten Grenzwerte überschritten. Und auch in diesem Jahr sieht das Ganze nicht besser aus: Die Messstelle an der Lützner Straße zeigt, dass bereits Mitte April an 31 Tagen die Werte überschritten wurden. In Leipzig-Mitte waren es damals 29 Überschreitungen. Leipzigs Luft sei trotzdem seit der Einführung der Umweltzone etwas sauberer geworden, denn auch die Zusammensetzung der Rußpartikel ist entscheidend.

Angelika von Fritsch, Amtsleiterin für Umweltschutz, wünscht sich in dieser Angelegenheit mehr Druck vonseiten der Regierung, um so die Kommunen zu entlasten. Diese würden laut ihr von der Regierung allein gelassen werden. Insbesondere fordert sie Normen für Kraftfahrzeuge und eine finanzielle Unterstützung vom Freistaat Sachsen für den öffentlichen Nahverkehr. Vor allem die umweltfreundlichen Hybridbusse sollen mehr gefördert werden.

Obwohl das Problem bereits von vielen Seiten aufgezeigt wurde, müsse man laut Fritsch "abwarten, wie die nächsten Förderprogramme von der Regierung auferlegt werden." 

mephisto 97.6-Redakteur Ole Zender im Gespräch mit Angelika von Fritsch vom Amt für Umweltschutz Leipzig
 
 

Kommentieren

Elisa Marie Rinne
10.06.2014 - 13:07