Organspende

Änderung im Transplantationsgesetz

Die Debatte um das Gesetz wurde immer wieder durch Skandale in Krankenhäusern angeheizt - die Folge: immer weniger Menschen spenden Organe. Auch in Sachsen. Die sächsische Koalition will dem jetzt entgegentreten.
Organspendeausweis
Organspendeausweise sind beispielsweise kostenlos bei Krankenkassen zu erhalten.

Nur 20 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. In Sachsen ist der Anteil sogar noch geringer. Durch Änderungen im Transplantationsdurchführungsgesetz soll dem entgegengewirkt werden. Beispielsweise durch sogenannte Transplantationsbeauftragte.

Sie müssen auf Angehörige zugehen, sie müssen den organisatorischen Ablauf regeln, sie müssen dafür sorgen, dass das Organ an die richtige Stelle kommt. Das ist also eine sehr wichtige Aufgabe, deswegen ist es wichtig, dass sie an jeder Klinik sind.

Knut Köhler, sächsische Landesärztekammer

Die sächsische Landesärztekammer begrüßt es, die Kompetenz dieser Beauftragten auszubauen. Durch weitere Beauftragte an Kliniken und bessere Betreuung vor Ort, könnten in Zukunft mehr Spendeorgane kommen. Oliver Wehner, der gesundheitspolitische Sprecher der CDU Fraktion in Sachsen zu den Ausbildungsmöglichkeiten so eines Transplantationsbeauftragten:

Man kann sich das so vorstellen, dass dieser Beauftragte die Möglichkeit hat, vom Krankenhaus besser gefördert zu werden und sie haben dann eine Pflegekraft oder einen Arzt als Beauftragten.

Für Volkmar Zschocke von der Fraktion die Grüne im sächsischen Landtag geht das aber noch nicht weit genug. Er führt andere Bundesländer, wie zum Beispiel Bayern als Beispiel an. Dort sind die Tätigkeiten des Transplantationsbeauftragen eindeutiger geregelt. Dort richtet es sich zum Beispiel nach der Anzahl der Klinikbetten, wieviele Arbeitsstunden ein Transplantationsbeauftragter für seine Aufgabe gutschreiben kann. So etwas gibt es in Sachsen nicht.

Die Fraktion die Linke schließt sich mit ihrer Kritik den Grünen an. Auch für sie fehlen wichtige Richtlinien für die Arbeit des Transplantationsbeauftragten.
Der Entschließungsantrag beinhaltet allerdings auch die Forderung, sich intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Der Beitrag zum Nachhören:

Ein Beitrag von Redakteurin Anneke Elsner
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