Neues Konzept für Wohnungspolitik

Achtung Mietpreisbremse?

Leipzig wächst stetig - und das nicht nur an Bekanntheit, sondern auch an Menschen. Jährlich ziehen rund 10.000 neue Bürger in die Stadt. Bald werden die leer stehenden Wohnungen knapp. Ein neues Konzept für den Wohnungsmarkt der Stadt muss her.
Bagger
Langsam wird der Wohnraum in Leipzig knapp.

Das alte Konzept für die Leipziger Wohnungspolitik ist aus dem Jahr 2009. Seitdem hat sich viel getan. Durch den starken Bevölkerungsanstieg und Zuwachs sind bereits jetzt schon in einigen Stadtteilen die kleinen und großen Wohnungen sehr knapp. Und die Nachfrage steigt stetig mit der Bevölkerung.  Bereits jetzt gibt es Unterschiede bei den Mietpreisen innerhalb der Stadt. Damit also Wohnen für alle attraktiv und bezahlbar bleibt, will das Dezernat für Stadtentwicklung zusammen mit Experten und Bürgern nun das alte Konzept überarbeiten. Anfang 2015 soll dann der Stadtrat darüber entscheiden.

Die bisher von der SPD geforderte Mietpreisbremse ist zwar in Leipzig de facto noch kein Thema, wird allerdings beobachtet. Da es bislang noch genug günstige Wohnungen gibt, ist eine Regulierung durch eine Mietpreisbremse schlicht nicht nötig und sogar dem Wohnungsmarkt eher hinderlich, darüber sind sich Experten einig. Sowohl der Justizminister, als auch mehrere Immobilienverbände, aber auch die Leipziger Bürgermeisterin Dorothee Dubrau sieht eher eine Gefahr in der Mietpreisbremse. Anstatt die Mieten vor allem Geringverdiener bezhalbar zu halten, würde der Effekt durch die Mietpreisbremse sogar noch verstärkt werden. Vor allem Investoren würden von künftigen Modernisierungen in Gegenden mit geringem Einkommen absehen.

Moderatorin Isabelle Klein im Gespräch mit Redakteurin Julia Grünwald über die Mietpreisbremse
Mietpreisbremse
 

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