Grippesaison gestartet

Impfung gegen Grippe stark umstritten

Grippe – jeder kennt sie, keiner mag sie. Man liegt fiebrig im Bett und weiß nicht, ob einem nun warm oder kalt ist. Impfungen sollen helfen, erst gar nicht in diese Situation zu kommen. Aber wie geht das? Und was sind die Vor- und Nachteile?
Masern beginnen oft mit den Symptomen einer schweren Grippe

Die Grippe, im Fachchinesischen Influenza, sucht jedes Jahr in den Wintermonaten zahlreiche unserer Mitmenschen heim. Doch nicht alles, was wir Grippe nennen, ist auch eine. Oft wird schon eine Erkältung als Grippe beschrieben, dabei handelt es sich bei dieser 'nur' um einen grippalen Infekt. Zu Beginn des Krankheitsverlaufs sind beide Erkrankungen jedoch leicht zu verwechseln. Eine Grippe zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Betroffene sich noch elender fühlt als bei einer Erkältung. Denn neben Schnupfen, Husten, Halsweh und Fieber gesellen sich noch Glieder-, Muskel- und Kopfschmerzen dazu. Gute Gründe, sich zu Hause unter der Decke zu verstecken. Oder bereits im Vorfeld zum Arzt zu gehen und sich impfen zu lassen, denn dann kann man ja gar nicht mehr krank werden  oder?

Lösung: Impfung?

Wie jedes Jahr wird vor allem bei älteren Menschen, Schwangeren und Menschen mit sogenannter 'erhöhter Gesundheitsgefährdung' wie beispielsweise Medizinern eine Schutzimpfung empfohlen. Eine  Impfung kann nie zu 100% schützen. Der Schutz hängt von vielen Faktoren ab, denn der Impfwirkstoff wird im Vorfeld produziert. Zu dem Zeitpunkt weiß man aber nicht, wie genau der Virusstamm in diesem Jahr aussehen wird (mehr dazu in der Metabox). Es kann auch passieren, dass die Impfung ganz versagt. Dies ist aber eigentlich nur der Fall, wenn man sich bereits kurz vor der Impfung oder in den zwei Wochen danach angesteckt hat, in denen der Schutz noch nicht vollständig ausgeprägt ist.

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter 60 Jahre wird eine Impfung nicht empfohlen, da das eigene Immunsystem stark genug ist und bei dieser Personengruppe das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs nicht besonders hoch eingestuft wird.

 

mephisto 97.6-Redakteurin Ulrike Biella über das Für und Wider
Impfung
 

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Roxana Cremer
22.10.2014 - 16:29
  Wissen

Bei der Influenza handelt es sich um eine Viruserkrankung. Viren können sich nur mit Hilfe eines Wirtes fortpflanzen und sind vergleichbar mit einem kleinen Programm, das an die Zellen des Wirtes andockt. Diese Programme können sich immer leicht unterscheiden, führen aber alle zum gleichen Ergebnis: Sie machen uns krank.

Ein Impfstoff muss genau auf den Aufbau des Virus zugeschnitten sein, um diesen zu stoppen. Es wird zwischen drei verschiedenen Virus-Hauptarten unterschieden: A, B und C. Jedes Jahr wird überlegt, welche Art am wahrscheinlichsten auftreten wird. Aber auch in dieser Unterteilung können noch Unterschiede auftreten.

Das erklärt auch, weshalb die Grippeschutzimpfung jährlich durchgeführt werden muss. Denn jedes Jahr unterscheiden sich die Viren. So ist zwar immer noch ein Teilschutz vom Vorjahr vorhanden, aber ob dieser auch für das drauffolgende Jahr schützt ist unwahrscheinlich.