RB Leipzig

Rückblick und Ausblick

Die Bundesliga hat dieses Wochenende spielfrei – es ist Länderspielpause. Die Nationalmannschaft spielt morgen Abend in Warschau gegen Polen. Zeit für RB Leipzig, mal kurz durchzuschnaufen und Zwischenbilanz zu ziehen.
Für RB Leipzig geht es bereits seit einigen Jahren steil bergauf.

Gut ein Viertel der Zweitliga-Saison ist gespielt – das Team von Trainer Alexander Zorniger liegt auf einem sehr guten vierten Platz. Es entwickelt sich gerade alles ziemlich gut aus Sicht der Verantwortlichen und der Fans. Das zeigt sich auch daran, dass vier Leipziger Spieler für das Wochenende für ihre jeweiligen Nationalmannschaften bzw. deren U21 berufen wurden.

Die letzten Entwicklungen von RasenBallsport Leipzig kommentiert mephisto 97.6 Sportredakteur Nicolai von Schwarze:

Das Jahr 2017: Die Rasenballer gewinnen das packende Finale gegen den FC Chelsea London. Was sich wie ein Traum anhört, ist seit Jahren erklärte Perspektive des Vereins. 2009 spielte das Team noch in der fünften Liga, nach einer Saison gelang dann der Aufstieg konkurrenzlos. In der vierten Liga wurden dann einige Spieler bereits mit Champions League-Klauseln im Vertrag ausgestattet. Und dieses Ziel ist nicht unerreichbar!

Nun wurden vier Spieler in den Auftrag verschiedener Nationalmannschaften gestellt. Vorne weg Yussuf Poulsen. Der Goalgetter der roten Bullen steht im Kader der dänischen A-Nationalmannschaft für die nächsten zwei EM-Qualifikationsspiele. Er überzeugte zuletzt durch sechs Treffer in den ersten sechs Spielen. Der 20-jährige steht exemplarisch für die Entwicklung des Vereins. Kam er erst vor einem Jahr für eine Ablöse von 600.000 Euro, schon jetzt ist er gut das Doppelte wert.

RB's Fundament sind junge, erfolgsversprechende Spieler wie Poulsen oder Joshua Kimmich. Letzterer wurde mit erst 19 Jahren nun in die deutsche U21- Nationalmannschaft gerufen. Eines der modernsten Trainingsgelände der Welt, ein Stadion mit Platz für mehr als 44.000 Menschen. Der Drittliga Aufsteiger ist kein Freund von Klein-Klein. Dafür sorgen die vorhandene Finanzkraft und ein beflügelndes Maß an Selbstvertrauen. Genau diese Mischung brachte dem Verein in den letzten Jahren national einen gemischten Ruf ein. Aber wie sagt man so schön: Es gibt keine schlechte Presse, es gibt nur Presse. Dieses Motto gilt wohl nirgendwo passender als beim Fußball. Nun kann RB auch noch zwei neue Sponsorenpartner bekannt geben. VW und Porsche steigen bis 2018 ein und pumpen noch mehr Geld und Prestige in den Verein.

Fasst man die Zeichen der Zeit zusammen, so kann man optimistisch in die Zukunft blicken. Die Weichen für die Champions League wurden und werden gestellt. Ob es allerdings schon 2017 so weit sein wird, ist fraglich. Noch sind die großen Teams wie Bayern oder Real Madrid unerreichbar. Doch noch wichtiger als das Jetzt ist die Dynamik des Teams. Es werden weitere, immer größere Namen nach Leipzig kommen und parallel werden die jungen Spieler weiter reifen.

Dieses Team wird man in Zukunft auf dem Zettel haben müssen und vielleicht landen sie ja wirklich noch vor 2020 den großen Wurf. Ob man RB nun mag oder nicht, es wird endlich wieder Zeit für einen ostdeutschen Klub in der ersten deutschen Bundesliga!

 

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Nicolai von Schwarze
10.10.2014 - 18:59
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