Forschungszentrum Depression

Neueröffnung für den Fortschritt

Ca. 4 Millionen Menschen leiden derzeit in Deutschland an Depressionen. Beratung und Hilfe leistet bereits die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Das neu eröffnete Zentrum soll nun den Fokus auf die Forschung verstärken.
Depression
Depressive haben oft die Schwierigkeit Freude zu empfinden, Therapie kann ihnen helfen. Forschung ist die Vorstufe.

Laut der Stiftung Deutsche Depressionshilfe leidet jeder fünfte Bundesbürger einmal in seinem Leben an Depressionen. Der hohe Leidensdruck der Krankheit kann oft bis zum Suizid führen. Neben negativer Grundstimmung und Minderwertigkeitsgefühlen gibt es auch körperliche Symptome, die oft die Krankheit verschleiern, so Heike Friedewald von der Stiftung. Die Krankheit wird hinsichtlich ihrer Schwere oft unterschätzt und nur wenige erhalten optimale Behandlung und Hilfe.

Hilfe, Beratung und jetzt auch mehr Forschung

Ziel der 2008 gegründeten Stiftung ist es vor allem, die Betroffenen besser zu versorgen und die Suizide zu verringern. Dabei berät sie Erkrankte und bietet Hilfe zur Behandlung. Heute eröffnet nun das Forschungszentrum Depressionshilfe durch Kooperation der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen Bahn Stiftung. Hier soll Depression als anerkannte Krankheit besser erforscht werden. Außerdem sollen Therapieansätze entwickelt werden, wie zum Beispiel das Projekt zum Schlafentzug. Friedewald erklärt, dass es schon länger bekannt sei, dass dieser sich positiv auf das Befinden Betroffener auswirke, bisher aber nur stationär eingesetzt werden kann. Die Entwicklung einer App soll nun den Depressiven helfen, die Methode auch selbstständig zu nutzen.

Bisherigen Fortschritt erweitern

Forschung bedeutet Fortschritt. Friedewald bestätigt, dass sich in der Depressionsfrorschung und -behandlung schon einiges getan hat, die Suizidanzahl konnte reduziert werden und die Krankheit wird häufiger diagnostiziert. Das Auftreten von Depressionen sei in den letzten Jahren ungefähr gleich geblieben, sie konnten eben jedoch häufiger erkannt werden. Das Forschungszentrum kann nun Möglichkeiten bieten, den Fortschritt zu erweitern.

Julia Grünwald spricht über das neu eröffnete Forschungszentrum Depression.
Julia Grünwald spricht über das neu eröffnete Forschungszentrum Depression.
Julia Grünwald spricht über das neu eröffnete Forschungszentrum Depression.
 

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