Freiheits- und Einheitsdenkmal

Chronik der Ereignisse

Der Wilhelm-Leuschner-Platz spielte eine zentrale Rolle bei den Montagsdemonstrationen im Jahr 1989. Um die Friedliche Revolution angemessen zu würdigen, sollte dort ein Denkmal entstehen. Doch die Pläne wurden vorerst auf Eis gelegt. Eine Chronik.
Brachliegender Platz mit Bauzaun
Soll vorerst frei bleiben: Der Wilhelm-Leuschner-Platz wird von der Natur zurückerobert.

Dezember 2008: Der Bundestag beschließt, dass neben Berlin auch Leipzig eine angemessene Würdigung für die Montagsdemonstrationen bekommen soll.

Juni 2009: Der Leipziger Stadtrat möchte in einem Architektenwettbewerb das Denkmal entwerfen lassen.

Bis 2010 kommen in der Stadt immer wieder Diskussionen auf, ob Leipzig so ein Denkmal überhaupt braucht.

Bereits im Januar 2011 will Leipzig auch die Bürger mit einbeziehen und startet eine Bürgerumfrage zum Denkmal. Die findet jedoch wenig Anklang.

Februar 2011: Eine Expertenwerkstatt empfiehlt den Wilhelm-Leuschner-Platz als Standort für das Denkmal.

Oktober 2011: Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Wilhelm-Leuschner Platz in "Platz der friedlichen Revolution" umzubenennen.

Oktober 2011: Der Wettbewerb zum Freiheits- und Einheitsdenkmal beginnt. Von 300 Interessenten werden dann aber nur 38 Entwürfe eingereicht.

Juli 2012: Eine Jury kürt die drei Siegerentwürfe für das Denkmal. Auf Platz 1 kommt "Siebzigtausend" – bunte Würfel zum Wegtragen.

Herbst 2012: Es hagelt viel Kritik für die Entwürfe. Die Preisträger werden gebeten, die Vorschläge zu überarbeiten.

Juli 2013: Eine neue Jury ändert die Reihenfolge der siegreichen Entwürfe. "Siebzigtausend" rutscht von Platz 1 auf 3. Die Macher M+M/München und Annabau/Berlin schalten die Vergabekammer des Freistaates Sachsen ein.

Dezember 2013: Die Vergabekammer entscheidet, dass die zweite Bewertungsrunde nicht korrekt war.

Februar 2014: Das Oberlandesgericht Dresden verpflichtet die Stadt Leipzig, die zweite Phase des Wettbewerbes zu wiederholen. Krisengespräche folgen.

Juli 2014: Der Stadtrat beendet den Wettbewerb. In Leipzig wird es also vorerst kein Denkmal geben.

 

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