Georg-Schumann-Straße

Von Grau zu Bunt

Grau, triste und menschenleer – das waren bis jetzt die Eigenschaften des Huygensplatzes. Die Förderation Urbaner Imagination will das durch eine kreative Aktionswoche ändern.
Das Alternative Arbeitsamt mit Sarah Günther (Radio Röt)

Künstler, Architekten, Stadtplaner, Geographen und Gärtner aus Slowenien, Ungarn, Serbien und Deutschland haben sich zusammengefunden und das Kollektiv "Förderation Urbaner Imagination" (F.U.I.) gegründet. Sie wollen in verschiedenen Städten "tote" Orte wiederbeleben. In Leipzig haben sie sich den Huygensplatz ausgesucht. Der Platz befindet sich neben dem Arbeitsamt auf der Georg-Schumann-Straße. Um mehr Menschen anzuziehen, soll die Straße im Norden nach und nach saniert werden. Im letzten Jahr wurde in diesem Zug der Huygensplatz umgestaltet und soll nun zum Verweilen einladen. Doch der Platz wird nicht in dem Maße angenommen, wie es sich die Stadtverwaltung vorgestellt hatte.

Einwöchige Straßenfantasie

Nun nimmt sich die F.U.I. dem Platz an. In dieser Woche gibt es verschiedene Aktionen, die den Platz attraktiver machen sollen. Momentan ist der Stadtpflanzer e.V. unterwegs, der auch zum Kollektiv gehört. Einige Kübel voller Blumen stehen bereits auf dem Platz. Auch das alternative Arbeitsamt ist schon vor Ort. Dieses vermittelt Freiwillige an die anderen Aktionen auf dem Platz. So kann man beispielsweise beim Begrünen des Platzes mithelfen oder in der mobilen Küche zum Kochlöffel greifen. Die Küche trifft in den nächsten Tagen noch ein, genauso wie ein Open-Air-Kino. Am Samstag gibt es den großen Showdown mit der "Nacht der Künste". Unter anderem werden dann eine öffentliche Tanzstunde, serbische Filme und eine Radio-Performance von Radio-Röt, an der man sich aktiv beteiligen kann, veranstaltet.

Ein Projekt mit Zukunft

Die Mitglieder des Kollektivs hoffen, etwas Langfristiges zu schaffen. Sie wollen die Anwohner der Georg-Schumann-Straße und die dort ansässigen Institutionen mit der Aktion inspirieren, damit diese den Platz anschließend selbst gestalten. Alles was in dieser Woche entsteht, wie zum Beispiel die mobile Küche, soll den Leuten vor Ort weiterhin zur Verfügung stehen. Die Veranstalter hoffen, dass sich während der Aktion Menschen finden, die die Produkte der Woche anschließend verwalten. 

Moderatorin Isabelle Klein im Gespräch mit Redakteurin Lisa Patz.
 
 

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