Das Japanische Haus

Zwischenräume als kreative Orte

Freiflächen und leer stehende Gebäude in Leipzig sind ein stadtbekanntes Bild. Sie sind oft Schauplätze für viele kulturelle und künstlerische Projekte. Auch das Japanischen Haus in der Eisenbahnstraße ist solch ein Ort der kulturellen Begegnung.
Jeden Samstag gibt es gegen eine kleine Spende japanisches Essen.

Vor vier Jahren ist das Japanische Haus gegründet worden, als kreativer Ort, an dem Menschen zusammenfinden und gemeinsam Ideen entwickeln. Die meisten sind auf irgendeine Weise mit Japan verbunden. Das Projekt kümmert sich um den kulturellen Austausch zwischen Japan und Deutschland. Zu den Veranstaltungen kommen nicht nur viele der in Leipzig lebenden Japaner, sondern auch junge Menschen aus der Nachbarschaft. Projektleiter Yu Ohtani spricht darüber welche Themen die Besucher im Japanischen Haus beschäftigen.

Also unser Hauptthema ist Kultur und der Austausch zwischen Japan und Deutschland. Wir machen ganz verschiedene Veranstaltungen im Bezug auf Japan oder auch andere Kulturen zum Thema Kunst oder Essen, Architektur, auch Städtebau.

Die Eisenbahnstraße bietet für Ohtani nun der ideale Ort für das Japanische Haus. Früher hatte er Vorurteile gegenüber der Gegend, jetzt gefällt es ihm aber ganz gut, denn man könne eben viele Sachen ganz frei gestalten.

Probleme aus Japan diskutieren

Das Projekt ist unabhängig und gestaltet seine Aktionen ohne den Einfluss von anderen Institutionen. Yu Ohtani und seine Kollegen möchten nicht die offizielle Seite von Japan zeigen, sondern eher den Alltag von Japanern vermitteln. Die offizielle Beziehung zwischen Japan und Deutschland, wie sie die Japanische Botschaft abbilde, sei nicht so spannend für ihn, so Projektleiter Ohtani. Stattdessen will er über die Probleme seiner Heimat sprechen. Deshalb hat er zum Beispiel mehrere Diskussionsabende und Filmvorführungen über das Atomkraftwerk in Fukushima organisiert. Denn das Thema Energie sei in Japan nach wie vor sehr aktuell.

Urbane Zwischenräume in Leipzig

Das Japanische Haus ist ein sogenanntes "Bottom-Up"-Projekt. Damit sind künstlerische Projekte gemeint, die in den Brachflächen von Städten entstehen. Mit diesen Leerflächen beschäftigen sich besonders auch die Mitglieder des Japanischen Haus. Seit 2012 wird dort jedes Jahr ein Workshop zum Thema „Urbane Zwischenräume“ organisiert. Darin versuchen Japaner und Deutsche,  Erfahrungen, die mit Leerstand und dem Phänomen der schrumpfenden Städte gemacht wurden, auszutauschen.

Ein Porträt über das Japanisches Haus
Japanisches Haus
 

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Das Japanische Haus
Eisenbahnstraße 113B
04315 Leipzig
 
Japanische Küche
jeden Samstag ab 19:00 Uhr