Fanny zu Reventlow

Eine Frau wie eine Romanfigur

Schriftstellerin, Malerin, Skandalnudel - das war Fanny zu Reventlow. Vor 100 Jahren ist die Bohèmiene gestorben. Was hat ihr Leben ausgemacht?
Schwarz-weiß Foto von Franziska Gräfin zu Reventlow
Schriftstellerin und Skandalnudel - Franziska Gräfin zu Reventlow

Fanny zu Reventlow war zu ihrer Zeit das, was Klatschblätter heute als Skandalnudel bezeichnen würden. Zwei Ehen, davon eine zum Schein, um ein Erbe zu erhalten, ein unehelicher Sohn, Gelegenheitsjobs als Aushilfsköchin und Prostituierte. Zu ihren Freunden zählten Theodor Lessing und Rainer Maria Rilke. Unter ihnen galt sie, wegen ihrer Freizügigkeit als „heidnische Madonna“. Für die langsam wachsende Frauenbewegung war sie Symbol für sexuelle Freiheit. Ein Frauenbild, das für ihren Stand unüblich, sogar verpönt war. Wie sah Reventlows Leben aus?

Luise Tasler über das Leben von Fanny zu Reventlow
Luise Tasler über das Leben von Fanny zu Reventlow

Ikone der Bohème

Reventlows Werk ist gespickt mit Zynismus, satirischen Elementen und Gesellschaftskritik.Wir haben uns mit der Leipziger Literaturwissenschaftlerin Dr. Stephanie Bremerich über die Bohème und Reventlows Bedeutung für die Deutsche Literatur unterhalten.

Moderatorin Peggy Fischer im Gespräch mit Dr. Stephanie Bremerich über Fanny zu Reventlow.
Moderatorin Peggy Fischer im Gespräch mit Dr. Stephanie Bremerich über Fanny zu Reventlow.
 

Kommentare

Sie hat übrigens auch als Übersetzerin geschuftet - das wurde gar nicht erwähnt, denn es war ihr Broterwerb; von der Schriftstellerei konnte sie nicht leben.

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